[02.02.2010]
Als erster deutscher Fleischvermarkter kann Westfleisch aus Münster dem Verbraucher nun mitteilen, wieviel CO2-Belastung bei der Verarbeitung von Schweinefleisch entstanden ist, bis das Schnitzel im Einkaufswagen liegt. Wie die Genossenschaft am Montag mitteilte, erweckt diese Kennziffer in Zeiten des Klimawandels als Argument bei aufgeklärten Konsumenten zunehmend mehr Interesse und gehört bei einer steigenden Anzahl von Produkten zu den Auswahlkriterien.
Das Unternehmen nennt dieses Verfahren "Product Carbon Footprint”, bei dem für einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht und im Rahmen einer Ökobilanz eine systematische CO2-Bilanz für die gesamte Schweinefleischproduktion erstellt wird. Darin werden alle Treibhausgase der Schweineproduktion von der Erzeugung der Ferkel, der Mast der Schlachtschweine bis zum Fleischverkauf nachvollziehbar und überprüfbar erfasst und ausgewertet. Betrachtet wurden dabei die fünf Fleischcenter-Standorte des Unternehmens, vor allem aber die westfälischen Landwirte mit ihrem heimischen Futterbau und ihrer Schweinehaltung, erklärte Westfleisch.
Zu unterscheiden sei dabei nach den direkten Emissionen der eigenen Unternehmensstandorte (dem sogenannten "Scope 1”) und den indirekten Emissionen ("Scopes 2 und 3”) aus vor- und nachgelagerten Bereichen wie der Schweinemast oder der Fleischverarbeitung, dem Transport bis zur Fleischtheke oder der Entsorgung von Restmüll, Abfallstoffen und Verpackungsmaterialien. Die Carbon Footprints zeigten, dass Westfleisch jährlich insgesamt 1,83 Mio. t CO2-Äquivalente in der Schweinefleischproduktion emittiert. Der Anteil der Schweineproduktion, also Aufzucht und Mast, bilde dabei im Vergleich zu den Produktionsschritten im Schlacht- und Zerlegebetrieb den entscheidenden Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion ab, heißt es weiter. Der Carbon Footprint je Kilogramm erzeugtem Schweinefleisch soll bei Westfleisch bei 3,2 Kilogramm CO2-Äquivalent liegen.
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Leserkommentare
Wenn die Lebensmittel
[02.02.2010]
irgendwann einen Beipackzettel erhalten, dann sollte man auch Menschen in den Läden anstellen, die den Kunden diese vorlesen und erklären. Und wenn dann noch die Gesamte - Ökobilanz und der Gerechtigkeitsindex aufgedruckt wird, dann kann man getrost das Essen aufgeben....ganz große Kinderk....und Verbraucherverar.... :upset Den Carbon - Footprint von Kiwi und Ananas möchte ich sehen.... ;)
von marmelade85
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