[01.12.2011]
Ziel der Untersuchungen war es nun, an einer repräsentativen Stichprobe von Gärsubstraten und Gärresten aus Biogasanlagen den Nachweis von pathogenen Clostridien und des Botulinum-Toxins zu führen. Dazu haben die Tierärzte Proben aus fünf Nawaro-Anlagen ohne Gülle, fünf mit Rindergülle und Energiepflanzen sowie fünf mit Schweinegülle und Hühnertrockenkot sowie Energiepflanzen gezogen. Die Ergebnisse dieser Studie stellte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann gestern in Hannover vor.
Das Ergebnis: In keiner Probe wurde neurotoxinbildendes Clostridium botulinum nachgewiesen. Außerdem konnte während des Fermentationsprozesses auch keine Anreicherung von Keimen in den Gärresten nachgewiesen werden.
Im Hinblick auf die sehr große Bedeutung der Tierhaltung in Niedersachsen hob er die Wichtigkeit und Brisanz dieser Untersuchungen hervor: „Die Ergebnisse der Projekte erlauben es, zu einer deutlich verbesserten mikrobiologischen Sicherheitsbewertung von Biogasanlagen in Niedersachsen zu kommen." Da das Ministerium auch für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig ist, sei dies das wichtigste Ergebnis der Untersuchungen für die Gesundheit von Mensch und Tier.
Zusätzlich zu dem jetzt abgeschlossenen Monitoring hat das Landwirtschaftsministerium ein weiteres Projekt initiiert. In dem Forschungsvorhaben unter der Leitung des Johann Heinrich von Thünen Institut (vTI) werden die Häufigkeit und Vielfalt von Clostridien in landwirtschaftlichen Biogasanlagen unter besonderer Berücksichtigung von Clostridium botulinum untersucht. Im Rahmen des Projektes soll mit einer bisher nicht erreichten hohen Nachweisempfindlichkeit nach pathogenen Clostridien, insbesondere Clostridium botulinum in Gärsubstraten vor, während und nach ihrer Verwendung in Biogasanlagen gesucht werden. Erstmals ist hierbei ein Nachweis mit der so genannten Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung möglich. (ad)
Sie sind die stärksten Standardschlepper am Markt - und sie treten an mit der neuesten Abgastechnologie. Welches System ist effizienter? Und was leisten die Traktoren wirklich? Wir haben sie getestet. Zum Video
Bewerte Deine Uni oder FH im dritten großen Agrar-Hochschul-Ranking von top agrar. Zur Teilnahme
Leserkommentare
Monitoring ist kein Beweis !
[05.12.2011]
wenn von Anfang an keine Clostridien im Futter der Biogasanlage drin sind, können im Gärrest auch keine gefunden werden... Das war nicht der richtige Ansatz ! Für Kartoffelschädlinge wurde im Labormaßstab geschaut, wie lange die Schädlinge nachweisbar waren... So was geht doch sicherlich auch mit Clostridien in der Biogasanlage. Also los ! Dr.Dörnfeld, Tierarzt
von viehdokter
Biogas ist sicher
[02.12.2011]
Das hat man von Atomkraft auch mal gesagt.
von chrisitho
Es gibt keine 2 Wahrheiten
[01.12.2011]
...und das auch nicht bei der Botulismusproblematik. Auf der Tagung der IG Botulismus in Fallingbostel vor kurzem, wurde allein durch Aufzeigen einer georgraphischen Karte klargemacht, wo die meisten registrierten Fälle dieser Zoonose auftraten und die Korrelation zu Biogasanlagen und Erkrankungshäufigkeit, konnten klar nachgewiesen werden. Entscheidend für wahrheitsgemäße Untersuchungsergebnisse ist auch eine Untersuchung in Laboren, wo positive Ergebnisse "erlaubt" sind und zur Wahrheitsfindung dienen. Grüße - Heiner Lohmann
von 1azorenhoch
Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!