Mühlen klagen über Rekord-Getreidepreise zum Saisonbeginn

[17.08.2012]


Ernte Ernte Zu Beginn der neuen Getreidekampagne müssen die deutschen Mühlen mit Getreidepreisen auf Rekordniveau klarkommen. Wie der Verband Deutscher Mühlen (VDM) gestern in Berlin mitteilte, notieren die hiesigen Produktenbörsen aktuell für einfachen Brotweizen 250 Euro/t, für Qualitätsweizen bis zu 285 Euro/t. „So viel musste in den letzten 25 Jahren zur Erntezeit im Juli und August noch nie bezahlt werden”, stellte der VDM-Vorsitzende Hans-Christoph Erling auf der Jahrespressekonferenz seines Verbandes fest. Damit sei Brotgetreide heute um 25 % bis 35 % teurer als 12 Monate zuvor.

Ob die hohen Getreidepreise auch Preiserhöhungen bei Brot und Brötchen nach sich zögen, müssten allerdings die Bäcker beantworten. Klar sei aber auch, dass die Mühlen solche Kostensprünge unmöglich auffangen könnten: „Eine Preissteigerung von 50 Euro/t bei Weizen oder Roggen bedeutet für unsere Branche Mehrkosten im Rohstoffeinkauf von rund 400 Mio Euro. Höhere Einstandskosten in diesem Umfang müssen in die betriebliche Kalkulation der Verkaufspreise einfließen, anders ist erfolgreiches Wirtschaften auf Dauer nicht möglich”, betonte der Verbandschef. Insgesamt rechnet der Verband für 2012 mit einer Brotgetreideernte von 25,9 Mio t, davon 22,5 Mio t Weizen und 3,4 Mio t Roggen. (AgE)

Leserkommentare

9 Kommentar(e)
  • Getreide nach wie vor sehr preisgünstig

    [20.08.2012]

    Wenn man bedenkt, daß Weizen in den achtziger Jahren also vor ca.30 Jahren schon zwischen 50 und 60 DM also 25 - 30 € gekostet hat, kann heute niemand behaupten das Agrarrohstoffe heute teuer sind. Was könnten unsere Produkte heute kosten, wenn die Preise mit den Löhnen oder so manchen Produkten (wie Autos) in den letzten 30 Jahren gestiegen wären? MfG Lebensmittel- und Energieerzeuger

    von -thomas

  • Na prima

    [20.08.2012]

    wo ist unser BBV ???? Das ist unsere vertretung !!! die müssten jetzt den verbraucher aufklären,warum er jetzt mehr berappen soll. nur so bekommt der verbraucher zum bauernstand wieder vertrauen.aber die machen halt nix,wie immer.deshalb sind meine tage beim bbv gezählt.

    von strammermax

  • Außerdem haben sich die Mühlen schon bis Weihnachten eingedeckt mit

    [19.08.2012]

    Kontrakten (Quelle Agrarzeitung) Die bÄcker wollen nur ihre gestiegenen Kosten an Energie und Lohnkosten durchdrücken.

    von Friesenkuh

  • Die Medien sollten für klarheit sorgen!

    [19.08.2012]

    Immer wieder hört man in den Medien von "Preisexplosion" von Nahrungsmittelpreisen. Viele Berichtschreiber von Zeitungen haben anscheinend keine Ahnung von was sie schreiben. Ich würde es begrüsen wenn top agrar alle einschlägigen Zeitungen darüber Informiert wieviel der Landwirt für sein Getreide bekommt und wieviel der Warenwert des Getreides in den Produkten wie Brot, Bier usw ist.

    von wissenistmacht

  • Die Medien sollten für klarheit sorgen!

    [19.08.2012]

    von wissenistmacht

  • ihr Geldgieriegen Mafiosis( Müller,Bäcker,)

    [17.08.2012]

    Bei uns haben sich die Produktionskosten pro ha um 50% erhöht,auch wenn der Landwirt vernüftig wirtschaften will muß er diese Kosten weitergeben sonst geht er vor die Hunde. Die Banken verzichten nicht auf die Rückzahlung der Kredite plus der überzogenen Dispositionszinsen.Ruft doch nach Merkel und Co vieleicht helfen die euch. Oder jammert doch bei Aldi und Co über anständige und faire Marktpreise das alle davon Leben können, und nicht nur eine Hand voll Leute den Kragen nicht mehr voll kriegt. Die nächsten die es zu sprüren bekommt sind Tönnes(Schlachtmafiosis). Ich kann nur jedem Landwirt hart über den Abgabe- preis zu Verhandeln.

    von greinacher56

  • Ha Ha

    [17.08.2012]

    Bei 20 € Weizenpreis kostet das Mehl im Brötchen 1,06 ct. Bei 40 € eben 2,12 ct. Na und? Wo ist das Problem? Gierige Nachverarbeiter und Lügner die der Masse erzählen das Brötchen muss 12 ct teurer werden. Klärt die Leute auf!

    von yvain

  • zusatz

    [17.08.2012]

    set 25 jahren

    von gerald.hertel

  • will man uns verdummen

    [17.08.2012]

    diesel ist im gleichen zeitraum um 400% gestiegen

    von gerald.hertel

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