[18.04.2012]
Argentinien will wieder mehr exportieren
Argentinien will die Exportsteuer auf Rindfleisch ein Jahr lang von 15 bis 5 Prozent reduzieren. Dies gab die argentinischePräsidentin Cristina Kirchner nun ineiner Fernsehansprache bekannt. Damit soll der schwächelnde Export in Schwung gebracht werden. Dem Vernehmen nach gilt diese Regelung allerdings nur für gekochtes Rindfleisch das vor allem in die USA geht, berichtet die Boerderij.
Die argentinische Rindfleisch-Industrie steckt seit Jahren in der Krise. Schlachtunternehmen habenin den letzten Monaten Tausende von Menschen gefeuert, weil der Export eingebrochen ist und sich bisher nicht erholt. Das größte Problem sind fehlende Ausfuhrgenehmigungen, die Bürokratie und die „Verpflichtung“ zunächst den heimischen Markt zu versorgen. Denn Rindfleisch ist den Argentiniern sehr wichtig und muss deshalb bezahlbar bleiben.
Argentinien wird deshalb wohl auch in diesem Jahr die so genannte Hilton-Quote für den Export von hochwertigem Rindfleisch in die EU erfüllen. Die Ausfuhren insgesamt lagen im Jahr 2011nur bei 149.000 Tonnen und damit nochmals niedriger als der bisherige Tiefpunkt aus dem Vorjahr mit 183.000Tonnen.
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