Brasilien verarbeitete 2011/12 weniger Soja

[27.04.2012]


sojabohnen Sojabohnen
Nach Angaben des Ölmühlenverbandes Abiove, dessen Mitglieder rund 80 Prozent Marktabdeckung aufweisen, wurden im Wirtschaftsjahr 2011/12, das in Brasilien von Februar bis Januar läuft, knapp 29 Millionen Tonnen Sojabohnen verarbeitet. Das sind fast sieben Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr und das geringste Volumen seit 2006/07. Dabei fielen die Anlieferungen von den Erzeugern mit 53,6 Millionen Tonnen durchaus überdurchschnittlich aus, wenn sie auch acht Millionen Tonnen unter Vorjahreslinie blieben. In den Export gingen 22,7 Millionen Tonnen, und damit sechs Prozent weniger als im vorangegangenen Wirtschaftsjahr.
Aus der Verarbeitung fielen knapp 22 Millionen Tonnen Sojaschrot und 5,7 Millionen Tonnen Sojaöl an. Die Schrotproduktion teilt sich ungefähr zur Hälfte für den Inlandsverbrauch und den Exportmarkt auf. Abiove-Unternehmen führten rund 11,1 Millionen Tonnen Sojaschrot aus, drei Millionen Tonnen weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Inland wurden 11 Millionen Tonnen abgesetzt, ebenfalls drei Millionen Tonnen weniger als zuvor. Beim Ölverbrauch dominiert der Inlandsmarkt. 2011/12 erreichte die Inlandsnachfrage gut vier Millionen Tonnen. In den Export flossen 1,6 Millionen Tonnen. Während die Inlandsnachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel zurückging, blieb das Exportvolumen stabil.

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