Butter in der privaten Lagerhaltung übersteigt Vorjahresmengen

[16.07.2012]


Butter Butter Die Beihilfe für die private Lagerhaltung von Butter ist seit Anfang März bereits stärker in Anspruch genommen worden als im gesamten Durchführungszeitraum 2011. Nach Angaben der Europäischen Kommission waren bis zum 8.Juli insgesamt 109 800 t bezuschusst; das waren 4 100 t mehr als Mitte August 2011. Rund ein Drittel davon, nämlich 34 600 t, entfielen auf die Niederlande. Deutsche Molkereien hatten Beihilfen für 19 900 t Butter beantragt, irische für 17 700 t und französische für 16 700 t.

In der jüngsten Berichtswoche waren EU-weit noch einmal 5 300 t hinzugekommen, wobei die Nachfrage diesmal mit 1 700 t in Irland besonders stark ausfiel. Ferner lagerten niederländische Milchverarbeiter 1 200 t ein. In Deutschland und Großbritannien waren es jeweils knapp 700 t.

Unterdessen gab EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş am vergangenen Freitag in Reaktion auf Proteste von Milchbauern in Brüssel zu verstehen, dass er Wege finden will, die Milcherzeugung nach dem Auslaufen der Quotenregelung 2015 auch abseits der Gunstgebiete zu erhalten. Konkret wollte Cioloş vor Journalisten allerdings nicht werden. Die Kommission muss zum Ende des Jahres und dann noch einmal Ende 2014 weitere große Milchberichte vorlegen, in denen den Stand der sogenannten „weichen Landung“ bewertet wird.

Voraussichtlich dürfte Cioloş in diesem Rahmen seine Ideen ins Spiel bringen. Ferner bekräftigte er seine Unterstützung für den Vorschlag, der derzeit im Europaparlament kursiert, Milcherzeuger im Krisenfall für die freiwillige Verringerung der Produktion zu entschädigen. (AgE)

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