[24.05.2012]
Getreideschiff
China hat im ersten Quartal 2012 die Einfuhr landwirtschaftlicher Rohstoffe kräftig ausgedehnt. Wie das Pekinger Landwirtschaftsministerium bekanntgab, wurden Agrargüter im Wert von 25,9 Mrd $ (20,2 Mrd Euro) importiert; das entsprach einem Zuwachs von 29,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf der Exportseite kletterten die Erlöse ebenfalls, allerdings nur um 5,6 % auf 14,5 Mrd $ (11,3 Mrd Euro). Damit hat sich das Handelsdefizit gegenüber dem Startquartal 2011 um 81,5 % auf 11,4 Mrd $ (8,9 Mrd Euro) vergrößert.
Den Zahlen des Agrarressorts zufolge hat China vor allem mehr Getreide am Weltmarkt gekauft. Die Einfuhrmenge in den ersten drei Monaten dieses Jahres wurde auf 3,84 Mio t beziffert, das war sechsmal so viel wie im Vergleichszeitraum 2011. Maßgeblichen Anteil daran hatten höhere Weizenimporte, die um 345 % auf 1,12 Mio t anstiegen; der Bezug von Gerste verdreifachte sich auf 708 000 t. Stabil im Vergleich zum Vorjahresquartal blieben dagegen die Maisimporte, die auf ein Volumen von 1,74 Mio t kamen.
Hohe Wachstumsraten waren auch im Bereich der Ölsaaten zu verzeichnen. Der zunehmende Bedarf an Sojabohnen ließ die Einfuhrmenge um ein Fünftel größer als 2011 ausfallen; insgesamt wurden 13,31 Mio t Eiweißbohnen nach China geliefert. Starke Zuwächse wurden auch für Baumwollimporte mit 76 % auf 1,62 Mio t und besonders für Zucker mit einem Plus von 530 % auf annähernd 500 000 t ausgewiesen.
Für tierische Erzeugnisse wurden in der chinesischen Statistik keine Mengenangaben gemacht; der Einfuhrwert dieser Produktgruppe lag mit 3,8 Mrd $ (3,0 Mrd Euro) rund 22 % über dem Vorjahresniveau. Dem stand ein Exporterlös von 1,42 Mrd $ (1,1 Mrd Euro) gegenüber, der damit rund ein Fünftel höher als im ersten Quartal 2011 ausfiel. (AgE)
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