Hessen mit Getreideernte zufrieden

Hessisches Landeswappen Trotz widriger Witterungsbedingungen und entgegen eher pessimistischen Prognosen hat die Getreideernte 2011 für die hessischen Betriebe noch einigermaßen zufriedenstellende Erträge und Qualitäten gebracht. Das hat Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich mit Blick auf die vorläufigen amtlichen Druschergebnisse festgestellt. Mit einer Gesamtmenge von 1,99 Mio. t bei einem Durchschnittsertrag von 66,6 dt/ha handle es sich um eine von der Menge und Qualität her noch gute Ernte, die vom Gesamtaufkommen her nur um knapp 5 % unter dem Vorjahresergebnis liege und den bundesweiten Durchschnittsertrag um fast 3 dt/ha übertreffe, erklärte Puttrich. Damit sehe es in Hessen nicht so schlimm aus wie in anderen deutschen Regionen. Allerdings seien starke Schwankungen der Erntemengen, selbst innerhalb einer Region, festgestellt worden. „In der Aufwuchsphase zu trocken, in der Erntephase zu nass und am Schluss noch Starkniederschläge und teilweise Hagel - das waren Bedingungen, unter denen natürlich keine Spitzenernte zu erwarten war“, erläuterte die Ministerin. Dennoch könnten die vom Markt geforderten Qualitäten weitestgehend eingehalten werden.
Beim Winterraps sei der Ertrag mit 32 dt/ha um fast 20 % niedriger als im vergangenen Jahr und um gut 17 % geringer als im Durchschnitt der letzten Jahre ausgefallen, führte Puttrich aus. Hier hätten sich die schlechten Aussaatbedingungen im Herbst 2010 sowie die Trockenheit im Frühjahr und Frühsommer dieses Jahres besonders ausgewirkt, was im gesamten Bundesgebiet zu geringeren Rapserträgen geführt habe. Die Futterversorgung der hessischen Tierhaltungsbetriebe sieht die Ministerin weitestgehend gesichert, auch wenn es hier aufgrund der zunächst fehlenden und dann dauerhaft einsetzenden Niederschläge zu Problemen und deutlichen Mindererträgen kam. Daher seien die Preise für Heu teilweise um bis zu 50 % gegenüber 2010 gestiegen.