Höhere Preise für Rinder und Schweine

[07.07.2012]


Schlachterlöse Schlachttiere werden teurer Tierhalter in Deutschland haben beim Verkauf ihres Zucht- und Schlachtviehs im ersten Halbjahr 2012 höhere Preise erzielt. Wie die AMI berichtet, konnten sich insbesondere die Vermarkter von Schlachtrindern über ein großes Preisplus freuen. So erlösten Bullen der Handelsklasse O3 von Januar bis Juni im Schnitt 3,55 Euro/kg Schlachtgewicht (SG); das waren 32 Cent/kg oder 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Noch stärker aufwärts ging es mit den Schlachtkuhnotierungen, die in der ersten Jahreshälfte für O3-Tiere durchschnittlich bei 3,16 Euro/kg lagen; damit wurden Kühe dieser Handelsklasse 18 % teurer bezahlt als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Auch der Wert des Nutzviehs stieg: Laut AMI erlösten männliche Kälber der Rasse Holstein 10 % mehr als 2011; bei den Fleckviehkälbern waren es 11 %. Lediglich bei Schlachtkälbern kam es zu einem leichten Preisrückgang von etwa 2 %.
Schlachtschweine der Handelsklasse E wurden in der ersten Jahreshälfte durchschnittlich mit 1,62 Euro/kg abgerechnet; das waren fast 10 % mehr als in der Vorjahresperiode. Die AMI wies allerdings darauf hin, dass der aktuelle Notierungsanstieg kaum ausreiche, um die höheren Produktionskosten zu decken.
Feste Preistendenzen waren auch in der Geflügelmast zu verzeichnen, wo die Einkäufer der Verarbeitungsindustrie für Putenfleisch fast 10 Cent/kg oder rund 7 % mehr aufwenden mussten. Bei Hähnchenfleisch fiel die Preissteigerung mit 3 % geringer aus, da sich der Markt zunehmend dem Sättigungspunkt näherte.
Mehr Geld gab es auch für die Schäfer, die im ersten Halbjahr 2012 für pauschal abgerechnete Schlachtlämmer durchschnittlich 5,20 EUR/kg erhielten; das waren 40 Cent/kg mehr als 2011. Trotz anziehender Preise hielt sich die Freude über die Mehreinnahmen bei den Landwirten in Grenzen. Viele Kostenpositionen wie Futtermittel, Energie- und Treibstoffe mussten teurer bezahlt werden. Darüber hinaus belasteten hohe Stallbaukosten infolge anspruchsvollerer Tierschutzvorschriften sowie steigende Pachten das Portemonnaie der Erzeuger. (AgE)

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