[14.05.2012]
Rübenroder
Europäische Zuckerhersteller haben den Freikauf von fast fünfmal mehr verbilligtem Nicht-Quotenzucker beantragt, als die Europäische Kommission im April zur Verfügung stellte. Wie aus einer Durchführungsverordnung hervorgeht, erhält jeder Antragsteller nur jeweils rund 22 % der von ihm nachgefragten Menge, damit die Obergrenze von 250 000 t nicht überschritten wird. Die Anfragen nach Isoglukose decken sich in etwa mit den verfügbaren 13 000 t. Für die genannten Mengen gilt eine ermäßigte Abgabe von 211 Euro/t. Nach Kommissionsschätzungen dürften 2011/12 etwa 5,2 Mio. t Überschusszucker aufgelaufen sein. Rund 2 Mio. t davon wurden in Drittländer exportiert. Außer für spezielle industrielle Zwecke wird die Vermarktung am Binnenmarkt grundsätzlich durch die Pflicht zur Zahlung einer prohibitiv hohen Abgabe von 500 Euro/t verhindert. Angesichts der weiter hohen Zuckerpreise am EU-Binnenmarkt scheint der ermäßigte Satz von 211 Euro/t für die Viertelmillion Tonnen aber anscheinend attraktiv genug - trotz Klagen aus der Wirtschaft. Zuvor waren bereits 400 000 t Nicht-Quotenzucker zu einem verringerten Aufschlag von 85 Euro/t freigegeben worden. AgE
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