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Putin warnt vor übermäßigen Getreideexporten

Russland fährt gute Ernte ein Vor zu umfangreichen Ausfuhren von Getreide aus Russland in dieser Saison hat Ministerpräsident Wladimir Putin gewarnt. Die Regierung werde zwar die Entwicklung des Landes zu einem wieder bedeutenden Getreideexporteur unterstützen; allerdings müsse dies in Abhängigkeit von der Lage am heimischen Markt erfolgen. Exportiert  werden dürften nur die realen Marktüberschüsse, erklärte Putin bei einer Sitzung des Regierungspräsidiums am vergangenen Mittwoch in Moskau. Vorrangiges Ziel der Getreideproduzenten müsse die Deckung der Inlandsnachfrage sein, wobei auch die Sicherung der Preisstabilität zu beachten sei. Der Regierungschef bezifferte die diesjährige russische Getreideernte auf rund 95 Mio. t gegenüber nur knapp 61 Mio. t im Dürrejahr 2010. Die Weizenproduktion sei mit etwa 60 Mio. t um 18 Mio. t höher ausgefallen als im Vorjahr. Zu den guten Ertragsergebnissen hätten auch die staatlichen Hilfen für die von der Dürre stark getroffenen Agrarproduzenten beigetragen. Die 2011/12 insgesamt möglichen Getreideexporte aus Russland veranschlagte der Vizepremier auf 20 Mio. t bis 23 Mio. t. Laut seinen Angaben wurden schon fast 10 Mio. t ins Ausland vermarktet. Subkow wies gleichzeitig Aussagen aus der Branche zurück, wonach ein Mangel an Lagerkapazitäten für Getreide bestehe. Diese beliefen sich landesweit auf gut 119 Mio. t, was ausreichen dürfte. Derweil teilte die Russische Getreideunion mit, sie gehe davon aus, dass die von der Moskauer Regierung angekündigte Getreideintervention noch durchgeführt werde. Allerdings würden voraussichtlich nur 1 Mio. t Getreide interveniert. Die Regierung hatte ursprünglich den Ankauf von 2 Mio. t Getreide in Aussicht gestellt. (AgE)