[18.07.2012]
Schweinehalter stehen mit dem Rücken zur Wand
Schweinehalter haben betriebswirtschaftlich gesehen zurzeit „kein Schwein“. Die Preise für Schlachttier erlauben den Mästern nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes (LPD) keine ausreichende Spanne. Die Produktionskosten erfordern einen Erzeugerpreis von mindestens 1,80 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Landvolk-Präsident Werner Hilse sieht langfristig eine Marke von zwei Euro je Kilogramm als notwendig an. Zumindest müsste sich das Preisniveau mit Blick auf die steigenden Kosten auf diesem Niveau einpendeln. Aktuell dagegen haben die Schlachtschweinepreise nach einem kurzen Zwischenhoch erneut um fast zehn Cent auf 1,60 Euro je Kilogramm nachgegeben. Auch die anhaltend schlechte Witterung beunruhigt die Tierhalter, da sich damit Getreide als Futtermittel verteuern dürfte, höhere Energiekosten belasten die Tierhalter zusätzlich. Für noch tiefer gehende Verunsicherung sorgt die politische Diskussion um weitere Tierschutzstandards und die öffentliche Kritik an moderner Tierhaltung.
Das Landvolk Niedersachsen und der Deutsche Bauernverband appellieren daher an Schlacht- und Verarbeitungsunternehmen sowie den Lebensmitteleinzelhandel alle Reserven zu mobilisieren, um das Preisniveau den aktuellen Kostenstrukturen anzupassen.
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