[25.04.2012]
Futtersilo
Der Anstieg der Mischfutterpreise fällt derzeit steiler aus als erwartet. Die von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) ermittelten Preise für Milchleistungsfutter mit 18 Prozent Protein bewegten sich im April im Durchschnitt rund 13 Euro je Tonne über der Vormonatslinie. Die Forderungen für Schweinemastfutter (Endmast) tendierten mit knapp 270 Euro pro Tonne im Mittel neun Euro je Tonne über dem Niveau von März.
Auch beim Geflügelfutter waren die Preisrücknahmen deutlich, wobei Hähnchenfutter mit einem Plus von fünf Euro je Tonne noch am geringsten zulegte. Aber auch Futtergetreide tendiert seit Wochen teils sprunghaft fester. So legten die Einkaufspreise der Mischfutterwerke für Futterweizen im Monatsmittel um elf Euro je Tonnet gegenüber dem Vormonat und um 27 Euro pro Tonne seit Januar zu. Insbesondere die Ölschrote haben sich kräftig verteuert. Aufgrund der festen Vorgaben vom Weltmarkt und des überschaubaren und teils sogar knappen Angebotes legten die Forderungen in den vergangenen Wochen deutlich zu. Mit 361 Euro je Tonne für 44er Ware fob Hamburg sind die Forderungen nur noch vier Euro pro Tonne vom Rekordniveau 2008 entfernt. Rapsschrot hat hingegen mit den in der Vorwoche geforderten 247 Euro je Tonne den bisherigen Rekord eingestellt.
Die Nachfrage nach Mischfutter blieb zuletzt verhalten, zumal viele Landwirte ihre Anschlusskontrakte bereits getätigt hatten. Die Nachfrage nach Ölschroten hält sich preisbedingt in engen Grenzen. Weiterhin bemühen sich Handel und Landwirte bei der Kontraktgestaltung um möglichst kurze Laufzeiten. Veredelungsbetriebe ohne Kontraktbindung zeigen sich im Tagesgeschäft kritisch und zurückhaltend. Die Herstellung von Mischfutter zeigt wie schon im Dezember leicht rückläufige Tendenz. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurden im Januar 1,85 Millionen Tonnen hergestellt, das waren gut zwei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Aufgrund der vergleichsweise hohen Produktion im ersten Halbjahr bewegt sich die Mischfuttererzeugung von Juli bis Januar 2011/12 insgesamt noch 1,7 Prozent über der Vorjahresmenge.
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