[06.08.2010]
Eine positive Bilanz zieht der Deutsche Holstein Verband über den Zuchtvieh-Export im ersten Halbjahr.
Im 1. Halbjahr 2010 seien 42 212 Zuchtrinder der Rasse Deutsche Holsteins in 31 Länder exportiert worden, was die ungebrochen hohe Nachfrage nach deutschen Zuchtrindern widerspiegele. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung von rund 35 %. Das teilte der Verband heute mit.
Im Jahr 2008 wurden im 1. Halbjahr nur ca. 24 000 Rinder exportiert, was hauptsächlich auf die damals grassierende Blauzungenkrankheit zurück geführt wird. Mit 55,9 % liegt der Drittland-Anteil im 1. Halbjahr 2010 höher als im vergangenen Exportjahr 2009.
Eine starke Nachfrage besteht zurzeit aus Marokko und Algerien, wo aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen (ausreichende Niederschläge) die übliche "Sommerpause" ausblieb. Weitere wichtige Abnehmerländer sind Libanon und Ägypten. In den osteuropäischen Drittlandmärkten ist in Kroatien, Russland und Serbien eine gute Nachfragesituation zu verzeichnen. Innerhalb der EU wurden 44,1 % der Zuchtrinder vermarktet, wobei Italien und Spanien wichtige Käuferländer sind.
Die Aussichten für den Export im 2. Halbjahr 2010 macht der DHV abhängig von der weiteren Entwicklung der Blauzungenkrankheit (BT). Wenn es wie bisher in diesem Jahr keine Fälle gibt, sei im Auslandsgeschäft mit keinen größeren Handelshemmnissen zu rechnen, so dass sich der positive Trend fortsetze. Dafür müssten allerdings vor allem für den Handel mit Russland und der Türkei bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Bisher kann die Nachfrage aus diesen Ländern durch veterinärmedizinische Vorgaben nicht bedient werden.

Leserkommentare
Was soll mit den überschüssigen Rindern
[09.08.2010]
denn dann geschehen- erhöhte Abschlachtraten. Viele betriebe können nur aufgrund des verkaufs ihrer überschüssigen Zuchtrinder am leben bleiben. Für die sind gute Rinderpreise wichtig. Zum anderen wer seine Betrieb im Griff hat hat genügend Rinder zum Aufstocken. Wer seine gesamte nachzucht zum Erhalt des gegenwärtigen Standes benötigt sollte sich eine Erweiterung genau überlegen.
von Gast
Den Export bremsen
[06.08.2010]
Der Zuchtviehexport bremst unsere Milchwirtschaft und wir ziehen uns unsere eigene Konkurrenz im Ausland groß. Es wäre dann ein zukunftsfähiges Geschäft, würden wir von jedem abstammenden Kalb eine Lizenzgebühr erhalten. So zahlen deutsche Bauern nur zuviel für Zuchtvieh, paralell dazu verdirbt die Milch unserer Färsen aus dem Ausland auf dem deutschen Milch markt die Preise !
von futtersilo
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