Dr. Göbbel: "Superabgabe wird bei rund 8 Cent liegen"

[10.02.2012]


Dr. Theo Göbbel Durch die immer wahrscheinlicher werdende Quotenüberlieferung im laufenden Milchwirtschaftsjahr droht den Milcherzeugern eine Superabgabe von etwa 8 Cent/kg. Das schreibt Dr. Theo Göbbel im Wochenblatt Westfalen-Lippe. "Das entspricht etwa dem Betrag, der bei den letzten beiden Börsenterminen in Westdeutschland für zusätzliche Quote hätte bezahlt werden müssen", analysiert der Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Im Jahr 2010/2011 wurden die Milchquoten in Deutschland nur zu 99,3 % beliefert. Zum 1. April wurden die einzelbetrieblichen Referenzmengen zusätzlich um 1 % angehoben. Die Milcherzeuger hatten somit "Luft" für eine Mehranlieferung von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr. "Der Spielraum scheint aber nicht auszureichen. Die Anlieferung lässt eine Überlieferung von 0,7 % für das Quotenjahr 2011/2012 erwarten", sagt Dr. Göbbel.

Die Saldierung der Überlieferung erfolgt in zwei Schritten: Zuerst ist eine Molkereisaldierung von bis zu 10 % möglich. Dann folgt die Bundessaldierung. Dabei werden Über- und Unterlieferungen über alle Molkereien hinweg miteinander verrechnet und ausgeglichen. Unterstellt man eine Überlieferung von 0,7 %, ist nach den Berechnungen von Dr. Göbbel mit einer Strafzahlung von überschlägig 8 Cent/kg zu rechnen.

Allen Landwirten, die ihre Quote bereits überliefern, werden von der Molkerei bei ihrer monatlichen Milchgeldabrechnung für die Übermilch 9 Cent einbehalten.

Leserkommentare

9 Kommentar(e)
  • Es gibt doch noch die Einigkeit!!

    [13.02.2012]

    Wenn ich die bisherigen Kommentare lese stelle ich mit Freude fest, dass eine seltene Einmündigkeit vorliegt. Man kennt ja nun schon die Einstellung von verschiedenen Schreibern, und hier sind einige Leute vertreten die normalerweise konträre Meinungen vertreten. Es gibt die These, wenn jemand zu Nichts zu gebrauchen ist dann kann man ihn immer noch als schlechtes Beispiel verwenden. Dies scheint bei dem "Spezialexperten" Dr. Göbbel zuzutreffen. Vielleicht sollte er wirklich in den Ruhestand gehen und sich ein unschädliches Hobby zulegen.

    von Dieter Müller

  • [13.02.2012]

    Und ewig güßt das Murmeltie.

    von chrisitho

  • Es gibt doch noch die Einigkeit!!

    [13.02.2012]

    von Dieter Müller

  • Was macht ein Milchbauer mit einer Million?

    [12.02.2012]

    Da muß man nachhelfen Herr Dr. Göbbel oder? Natürlich er spiegelt seinen Stall alle 10 Jahre ist immer noch nicht Weltmarktfähig und mit der geliehenen Million milkt er und sein Sohn bis an ihr Lebensende und sind glücklich. Mir den Dummen treibt man die Welt um Herr Dr. Göbbel. Beratung ihrerseits sieht so aus, nur das glücklich hinten an, das können Sie vergessen. Sie haben für die Bauern das Geld verdienen vergessen! Für ihre Beratung doch um so mehr (auch Steuergeld) genommen.

    von Ghostbusters

  • Fahr lieber nach Lodz....

    [11.02.2012]

    Es gibt da 2 Theos, welche der deutschen Milchwirtschaft gerne mal Schaden zuführen. Der eine ist Berater, der andere Molkerist. Ich hatte ja gehofft, wenigstens der Berater sei endgültig im wohlverdienten Ruhestand.

    von donnershag

  • Zustimmung ...

    [10.02.2012]

    ... zu allen drei Kommentaren - zumal Göbbel mit seiner Berechnung falsch liegt. Die mögliche durchschnittliche Überlieferung interessiert keinen Milcherzeuger. Er bezweckt damit nur eine "Entwarnung", die vollkommen falsche Signale setzt.

    von wolfgangheinrich

  • Wie heißt.....

    [10.02.2012]

    .....es so schön:einfach mal die Fresse halten......

    von simson09

  • Damit hat der Dr.Göbbel

    [10.02.2012]

    dann den Grundstein für 2012 gelegt. Aber treffen wird es uns alle zu wenig Absatz - zuviel Angebot drückt den MPreis. Aber nun können ja schon mal die Überlieferer anfangen und rechnen ob´s sich gelohnt hat.

    von Friesenkuh

  • Bärendienst

    [10.02.2012]

    Mit solchen Meldungen ,welche quasi eine Aufforderung zum weitermelken darstellen, erweist Göbbel den Bauern abermals einen Bärendienst. Die Marktlage bei Milch ist zur Zeit sehr angepannt, jegliche Mengenentlastung hätte positive Preiswirkungen besonders im Hinblick auf die in wenigen Wochen beginnenden neuen Kontraktverhandlungen. Ein Dilemma, dass landwirtschaftliche Berater vom Milchmarkt offensichtlich keine Ahnung haben.

    von sebontch

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