EMB demonstriert für Lieferverzicht

[10.07.2012]


EMB Der EMB demonstriert gegen den Milchpreisverfall und für einen Lieferverzicht. Hunderte Mitglieder des European Milk Board (EMB) sind heute nach Brüssel gekommen, um gegen das Missmanagement auf dem Milchmarkt zu protestieren. Als Symbol für die gegenwärtige Überproduktion auf den europäischen Milchmärkten wurde ein überlaufender Milchsee auf dem Place du Luxembourg vor dem Europäischen Parlament errichtet. Die Übermengen am Markt drücken die Milchpreise weit in den Keller. Das Überleben der Höfe kann so nicht gesichert werden.

Im Rahmen der gegenwärtigen Reform der europäischen Agrarmarktordnung fordern die Milchbauern des EMB einen freiwilligen Lieferverzicht sowie die Einrichtung einer europäischen Monitoringstelle, damit Angebot und Nachfrage auf den Milchmärkten wieder ins Gleichgewicht kommen.

„Die Europaabgeordneten müssen bei der GAP-Reform jetzt aufpassen und die richtigen Schritte für den Milchmarkt einleiten. Die eingeleitete Liberalisierung des Milchmarktes durch die EU-Kommission unter dem schönen Begriff „Softlanding“ bedeute für die Milcherzeuger die zweite Bruchlandung in drei Jahren. Abhilfe kann praktisch nur eine Reduktion der Produktion leisten, die kurzfristig am besten über einen freiwilligen Lieferverzicht erreicht wird. Die guten Ansätze im Ausschussbericht des Europäischen Parlaments zur Agrarmarktordnung müssen aufgegriffen und in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam mit der Politik - das heißt konstruktiv aber auch entschieden - weiterentwickelt werden“, so der Präsident des EMB Romuald Schaber. (al)

Leserkommentare

2 Kommentar(e)
  • Wie Hohl sind wir Bauern???

    [10.07.2012]

    Wenn zuviel Milch auf dem Markt ist sinkt der Preis!!!Aber in Kanada sind die ja Bauern nicht Wettbewerbsfähig auch wenn sie57cent je Liter Milch bekommen.Wegen der Quotenkosten. Nur wieviel Milch der Betrieb milkt wurde nicht geschrieben.Hat er800.000Liter Milchquote und davon 400.000(für1,2 Mio € gekauft). Oder hat er 200.000 Liter und keine Quote gekauft? Denn wie man mit 114.000€ Milchgeld ohne Ouotekosten nicht mithalten kann ist mir ein Rätsel!!!! Denn bei uns müßte man da stark 400.000 Liter Milch melken aber mit doppelten Produktionskosten!!!! Nur bei uns macht,s ja die Menge. Denn nur der 150 Kuh plus XXX Betrieb ist bei DBV,TOPAgrar,DLZ,.... Verkersfähig/Effzient!! Allso demonstieren die Kleinen für die Großbauern sie verstecken s

    von elinge

  • Die lassen nicht locker. Einer muß es ja richten!

    [10.07.2012]

    von Hardthof

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