[31.10.2011]
Die europäische Milchwirtschaft ist von den Vorschlägen zur Zukunft der Agrarpolitik nicht überzeugt. „In dem Paket finden sich zu viele Elemente, die zu Wettbewerbsverzerrungen auf dem Binnenmarkt und zu Nachteilen am Weltmarkt führen könnten“, erklärte der Generalsekretär der Europäischen Vereinigung der Milchwirtschaft (EDA), Dr. Joop Kleibeuker.
Die EDA kritisiert insbesondere die Umstellung der Direktbeihilfen auf Regionalprämien. Das führe zur Umverteilung zwischen Zweigen der Landwirtschaft auf nationaler Ebene und schließlich zu beträchtlichen Einkommensverlusten für Milchviehhalter, so die EDA. Die soziale Rolle, die beispielsweise von Milcherzeugern geleistet werde, müsse stärker berücksichtigt werden.
Als unzureichend bezeichnete der Verband die vorgesehenen Mittel für Forschung und Entwicklung. Kleibeuker betonte, in den anstehenden Verhandlungen bleibe noch eine Menge zu tun. Die europäische Milchindustrie fühle sich zur Zusammenarbeit mit den Institutionen und Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, um das Paket im eigenen Sinne zu verbessern. (AgE)
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Leserkommentare
Keine Sozialpolitik!
[31.10.2011]
Frau Aigner betont immer, dass mit der Reform der Agrarpoltik keine Sozialpolitik gemacht werden soll. Nur den Sinn einer einheitlichen Flächenprämie kann ich nicht verstehen. Letztlich geht es wohl darum die Landwirtschaft via cross-compliance am goldenen Zügel zu halten.
von donnershag
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