Emmi-Chef: Zu viel Milch macht Probleme

Der Chef der größten Molkerei in der Schweiz, Urs Riedner von Emmi, beklagt sich in der jüngsten Hauszeitschrift darüber, dass die hohen Milchmengen große Probleme bereiten. "Solange dieses Problem auf Stufe Produzenten nicht gelöst ist, werden die Unstimmigkeiten leider anhalten", wird Riedener jetzt in der Zeitung "Schweizer Bauer" zitiert.

Riedner erklärte weiter, dass man als großen Beitrag für die Branche weiterhin so viel Schweizer Milch wie möglich und preislich sinnvoll national und international vermarkten werde. Trotz des schlechten Umfelds insbesondere des schlechten Wechselkurses, werde Emmi aber ein gutes Jahr 2012 hinlegen.

5 Leserkommentare Kommentieren

  1. von christian3009 · 1.
    Schweiz ungleich Deutschland!!

    Hier werden mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Der Schweizer Milchmarkt hat zwei entscheidene Probleme: Hohe Produktionskosten und eine zu starke Währung, daher Export unmöglich. Europa hingegen ist auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig und kann die Mengen in der Regel gut absetzten. Die Aussichten sind aktuell stabil. Und derzeit wird mit viel Geld mit Milch verdient, aber bei manchen Betrieben reichen auch keine 50ct. Während hier andere immer neue Klagelieder anstimmen, zieht der Kollege an ihnen vorbei. Ich denke das ist einfach der Frust über die eigene Unfähigkeit!

  2. von Ghostbusters · 2.
    Geregelte Märkte hätten schon was!

    Märkte in denen die Menschen in allen Verarbeitungsstufen ein normales Auskommen hätten. Aber bei uns ,und in der Schweiz auch, diktieren ein paar wenige mit viel Geld wie es zu laufen hat. Na dann soll der Herr Riedner in seiner Milch halt ersaufen--- er wollte dieses System ja mit aller Gewalt. Das kommt davon wenn man nur Dollar Franken oder Eurozeichen auf der Stirn pappen hat. Gier frißt Hirn!

  3. von Hardthof · 3.
    von Friesenkuh

    klingt makaber, muss aber vielleicht so kommen! erst wenns wehtut wird aufgewacht. Es wird dann eine Zeit nutzlosem Aktionismus folgen, ehe man erkennt vor etlichen Jahren den falschen Propheten gefolgt zu sein. Die ersten Gedanken in der EU die Schleusen zu öffnen waren schon 2004. Nun wird nach Plan "soft landing "langsam aufgedreht, in der Hoffnung der Milchfluss geht von allein zurück. Nun ist 2012, und jeder stellt fest der Milchfluss nimmt zu! Wenn nicht bis in spätestens 2 Jahren die Vernunft sich durchsetzt, wird der Damm brechen, und die große EU ersäuft in Milch, wie heute die kleine Schweiz!

  4. von helmut_ehrlicher · 4.
    Die Molkereien gewinnen immer, wie man hier sieht

    Die Bauern werden es in solch einem System über niedrige Milchgeldauszahlungspreise bezahlen müssen. Allen Warnungen und Beispielen zum Trotz steuern wir in Deutschland auf genau dieselbe Situation zu. Aber das ist die traurige Konsequenz aus den massiven Verflechtungen der Bauernverbandsfunktionäre mit Industrie und Politik.

  5. von Friesenkuh · 5.
    Gas geben liebe Schweizer

    dann löst sich das Problem(zumindest wird uns das so suggeriert). ?????? 2015 kommt erst noch!!!

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