"Engagement in China nützt unseren Bauern direkt"

[18.05.2012]


China Milch Das DMK sieht für Produkte aus der Babynahrungssparte gute Absatzchancen in China. Die Milcherzeuger des Deutschen Milchkontors (DMK) profitieren von dem Engagement ihrer Molkerei in China – jetzt direkt und auch langfristig. Das sagt Axel Hampe in einem Interview in der akuellen Mitgliederzeitschrift des Unternehmens. Hampe ist Leiter der Geschäftsentwicklung des DMK und ist seit mehreren Jahren im internationalen Geschäft tätig.

Der deutsche und europäische Markt seien gesättigt. Deshalb benötige das DMK den Export in Drittländer. China sei dabei der größte Wachstumsmarkt der Welt. "Und wir sind uns sicher, dass wir unsere Produkte dort zum Teil besser und profitabler vermarkten können, als nur auf dem Inlands- oder EU-Markt", sagt Hampe.

Richtig sei allerdings, dass nicht sofort mit einem Riesengewinn kalkuliert werden könne. Eine schwarze Null ab Start solle es aber schon sein. "Langfrisitg erwarten wir von dem Exportgeschäft dann eine Wertschöpfung für die Milchmenge, die in der EU nicht abgesetzt werden kann", sagt Hampe.

Bisher hat das DMK einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr in China umgesetzt. Das soll deutlich gesteigert werden. Dazu baut das Unternehmen derzeit eine Vertriebsniederlassung in Shangai. Beschäftigt werden sollen zunächst nur wenige Mitarbeiter, alles Fachleute aus dem Land. "Denn wer in China mit Lebensmitteln Geld verdienen will, muss den Markt und die Geschmäcker sehr gut kennen", erklärt Hampe.

Der Vertriebsexperte sieht die größten Potenziale bei Industrieprodukten wie Milch- und Molkenpulver, bei Großverbrauchern, für Produkte der Babynahrungssparte und bei Käse für Pizza- und Burgerketten. Ein besonderer Vorteil sei, dass Produkte aus Deutschland einen exzellenten Ruf genießen würden.

Vor den Transportkosten schreckt Hampe nicht zurück, da die Produkte ausschließlich ab Hamburg nach China geschifft würden: "Das ist der günstigste Weg, da China als Exportland einen wachsenden Containerbedarf hat. Da geht kein Container leer zurück, deshalb sind die Frachten äußerst günstig."

Leserkommentare

8 Kommentar(e)
  • Einfach nur Kopfschütteln über diese Bauernverdummung

    [21.05.2012]

    wesentlich sinnvoller wäre es dafür sorge zu tragen, die gesättigten Märkte in der EU wieder hungrig zu machen. Da ist natürlich die Aussage, jeden Liter Milch von den Bauern zu jedem Preis abholen zu wollen wenig hilfreich.

    von Hardthof

  • Lächerliche Firma!

    [20.05.2012]

    Würd mal die Satzung lesen zu wessen nutzen die eigentlich da sind. Bestimmt nicht für Chinesen.

    von Ghostbusters

  • [20.05.2012]

    Als DMK Lieferant möchte ich dann auch gern mal die Erfolge in Fernost in meinem Geldbeutel sehen. Auf dem Managerkonto nutzen sie mir herzlich wenig.

    von preuße

  • 2.000.000.000 mal nur 2 cent mal 20 Jahre

    [20.05.2012]

    Da zahlt ein Unternehmen schon 20 Jahre 2cent Milchgeld weniger als der Durchschnitt und "lässt" sich feiern als "das" Unternehmerischste für die Bauern "arbeitenden" Unternehmen. Und jetzt wollen wir mit billigem (Süd)amerikanischen Eiweiß "Billig" Milch und Fleisch Exportieren?? Denn nur wer billig ist kann auch "exportieren" Wer zahlt da die "Zeche"??? Nun wer;s bis "jetzt" bezahlt hat steht in der Überschrift beschrieben

    von elinge

  • Leute, nicht so kompliziert!

    [19.05.2012]

    Was wir hier lesen ist die nächste Werbebotschaft von einer Firma, die nie wirklich am Markt teilgenommen hat. Weil sie sich immer auf Bauerngeld verlassen konnte. Nordmilch hatte ihr Wachstum als gewinnbringend für die Bauern beworben, Humana sicher ebenso. Deren beider Fusion miteinader wurde ebenso beworben, dass es den Bauern nutzen würde. Hat irgendetwas davon je den Bauern genutzt? Nein? Na also! Warum sollte es mit dem Chinageschäft plötzlich anders sein? Zudem: von welchem Geld wird dieses Engagement in China denn bezahlt? Das DMK rühmt sich doch als größte Genossenschaftsmolkerei... Den Genossen Milcherzeugern gehört angeblich die Molkerei. Alles was die macht ist also Bauerngeld! Und wenns schief geht? Bezahlt DMK dann? Nein, wir!

    von detmarkleensang

  • Alles Propaganda! Wertschöpfung? Ja, aber nur für die Molkerei! Beim Bauern sind noch nicht die Produktionskosten gedeckt!

    [19.05.2012]

    Das „Problem“ der Marktsättigung in D und EU als Argument für billige Exporte in Sklavenländer wird doch auch von „unseren“ Molkereien selbst forciert, indem man „Überlieferungsprämie“ zahlt und stetig sagt: „Wir nehmen alle Milch“. Die Molkereien sind auch bei Marktsättigung fein raus. Selbst bei einer schwarzen Null und billigsten Weltmarktpreisen ist die Marge im Sack und der Bauer muss bluten (Volatilität). Es ist eher Propaganda denn Wahrheit zu behaupten: „Die Milcherzeuger profitieren von dem Engagement ihrer Molkerei in China“. Man tritt am Weltmarkt in direkte Konkurrenz zu Billigproduktionsländer wie Neuseeland, oder Nordafrika, wo z.B. Nestlé gerade die Pulverkapazitäten ausweitet = Afrikanische Löhne für Deutsche Bauern!

    von helmut_ehrlicher

  • Ist zwar schon ei n paar Jahre

    [18.05.2012]

    her als die Nordmilch unter Tomat aber damals hat´s den Genossen Geld gekostet!! Ich weis ja nicht welchen Sinneswandel sich da jetzt vollzogen hat. Die Erkläsung damals war einleuchtent weshalb das den Bach runtergegangen ist....

    von Friesenkuh

  • [18.05.2012]

    und was bekommt der milcherzeuger davon? ta könnte mal einen bericht schreiben wie langfristig dieser markz ist.

    von schuchi

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