[16.01.2012]
Die größte neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra hat angekündigt, ihre Verkaufspreise für Trinkmilch am heimischen Markt zu senken. Man reagiere damit auf die zuletzt schwächeren Preise am internationalen Markt, heißt es aus dem Unternehmen.
Über die Höhe und Dauer der Preissenkung machte das Unternehmen noch keine Angaben, äußerte aber die Hoffnung, dass die günstigeren Einkaufskonditionen an die Konsumenten weitergegeben würden. Der starke Anstieg der Weltmarktpreise für Milcherzeugnisse bis zum Frühjahr 2011 hatte auch in Neuseeland die Verbraucherpreise nach oben schnellen lassen und den Konsum geschwächt.
Laut Statistischem Amt lagen die Trinkmilchpreise im November 2011 für die 2-Liter-Packung mit 3,67 $ (1,13 Euro/l) um 1,4 % über dem vergleichbaren Vorjahresniveau und 16,1 % über dem Wert von 2009. Der ansonsten stetig steigende Milchkonsum habe sich dadurch nach Einschätzung Fonterras um 1 % bis 2 % verringert. Um gegenzusteuern und in Reaktion auf öffentliche Proteste gegen zu hohe Milchpreise hatte die Molkereigenossenschaft bereits im Februar 2011 beschlossen, den Abgabepreis für Trinkmilch einzufrieren. Vergangenen Monat startete das Unternehmen das Projekt „Milk for Kiwis“, in welchem über Schulmilchprogramme und den Verkauf von Milchprodukten in 64 eigenen Shops im ländlichen Raum der Zugang der Bevölkerung zu diesem Lebensmittel verbessert werden soll. AgE
Umrechnungskurs: 1 NZ$ = 0,616 Euro
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Leserkommentare
Erstaunlich
[17.01.2012]
Ich staune über einen Frischmilchpreis von 1,13€ pro Liter in NZ. Scheinbar ist die Marktmacht grosser Genossenschaftsmolkereien doch nicht zu unterschätzen.
von donnershag
China und Europa braucht die Milch!
[16.01.2012]
Besonders Europa um deren Märkte kaputt zu halten.
von Ghostbusters
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