[08.02.2012]
Das Projekt wird Anfang Februar gestartete. Anlass der Forschungsinitiative ist die noch immer ungeklärte Ursache der Krankheit, die bereits seit einigen Jahren in Rinderbetrieben beobachtet wird. Bislang wurde das Bakterium Clostridium botulinum für den schleichenden Verfall von Einzeltieren und ganzen Beständen in Verbindung gebracht. Das konnte aber noch nicht eindeutig bewiesen werden. Das Forschungsprojekt soll deshalb die genaue Ursache-Wirkungsbeziehung der Krankheit klären.
In dem jetzt gestarteten Forschungsvorhaben wird die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover unter Leitung von Prof. Dr. Martina Hoedemaker, Leiterin der Rinderklinik, in 150 Milchviehbetrieben unter anderem nach dem Bakterium Clostridium botulinum suchen. Dabei werden die Betriebsdaten aufgenommen und Proben von Futter, Wasser, etc. gezogen und untersucht. Das Projekt läuft 25 Monate.
Zum Hintergrund:
Clostridium botulinum ist ein Bakterium, das Toxine bilden kann, die zu den stärksten Nervengiften zählen. Das durch die Toxine hervorgerufene Krankheitsbild des klassischen Botulismus ist bei Menschen und Tieren seit langem bekannt. Seit einigen Jahren wird nun über ein neues Krankheitsbild in Rinderbeständen diskutiert. Hier soll es dazu kommen, dass Clostridium botulinum die Darmwand besiedelt und somit geringe Mengen Toxin über einen längeren Zeitraum im Körper ausgeschüttet werden. So erklärt man sich bislang den schleichenden Leistungsabfall in Milchviehbeständen, der in den betroffenen Betrieben zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führt.
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