[21.08.2008]
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden in Großbritannien ein Viertel mehr Neuinfektionen mit Rindertuberkulose festgestellt als im Vorjahreszeitraum. Wie das Agrarisch Dagblad berichtet, wurden laut Statistik des britischen Landwirtschaftsministeriums 28.137 Tuberkulosetests auf bislang nicht betroffenen Betrieben durchgeführt , von denen 1.317 positiv waren. Damit sei die Quote der Neuinfektionen von 3,5 % im Vorjahreszeitraum auf knapp 4,5 % gestiegen. Das sei die höchste Infektionsrate seit zwölf Jahren.
Britische Wissenschaftler seien sich einig, das Dachse für die meisten Infektionen verantwortlich seien. Darum sei vorgeschlagen worden, die Dachse in Gebieten, die von der Rindertuberkulose betroffen sind, verstärkt zu bejagen. Die britische Regierung wolle dem aber nicht zustimmen. Sie setze auf die Entwicklung eines Impfstoffes. Bis dieser verfügbar sei, könne es aber noch einige Jahre dauern.
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