Köberle plädiert für Blauzungenimpfung

[14.02.2011]

Zur freiwilligen Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit hat Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle aufgerufen. Aufgrund der hohen Impfbereitschaft sei es 2010 in Deutschland erneut nicht zu Neuausbrüchen der Blauzungenkrankheit gekommen, betonte der Minister beim Auftakt der Impfkampagne auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Dornmattenhof in Bernau.

Er erinnerte daran, dass 2007 in Baden-Württemberg noch 509 Tiere an der Blauzungenkrankheit erkrankt gewesen seien und im Jahr 2008 dann 319. Erst 2009 sei kein Fall mehr aufgetreten. Diese Zahlen belegten den Erfolg und die Wirksamkeit der Impfung, deren Pflicht 2010 aufgehoben worden sei. Eine Impfung liege nicht nur im wirtschaftlichen Interesse der Halter, sondern vor allem im Interesse der Tiere. Für sie stelle eine Impfung den einzig wirksamen Schutz vor der Erkrankung dar und erspare ihnen unnötige Schmerzen und Leid.

Auch die Experten des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit und die Landestierärztekammer Baden-Württemberg rieten zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit. Wie das Stuttgarter Landwirtschaftsministerium weiter berichtete, werden auch im Jahr 2011 die Kosten für Impfstoffe wieder von der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg getragen. Über sie waren in den Jahren 2007 und 2008 Tierhalter für Verluste durch die Blauzungenkrankheit in Höhe von rund 90.000 Euro entschädigt worden. (AgE)

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