[25.11.2009]
Melkroboter können auf größeren Milchviehbetrieben mit Lohnarbeitskräften für erhebliche Probleme sorgen. Krasses Beispiel: Auf einem Betrieb in Thüringen stürzte die Milchleistung nach dem Umstellen auf die Roboter von 10.000 auf 7.600 kg ab. Darauf wies Ingrid Model (ehemals Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft) gestern auf dem Tag des Milchviehhalters in Bernburg (Sachsen-Anhalt) hin.
Die wichtigsten Knackpunkte sieht sie dabei in der Arbeitsorganisation sowie der Ausbildung der Herdenbetreuer. "Das Personal muss die Informationen der Melkroboter erfassen und mit der Tierbeobachtung kombinieren können", sagte Model.
Um Probleme zu vermeiden, rät sie Betrieben zwei Monate vor der Inbetriebnahme der Melkroboter: - Herde auf Eutergesundheit untersuchen, nur gesunde Kühe aufstallen - Euterform analysieren, Euterhaare entfernen, Klauenpflege - Erste Gruppe für Umstellung festlegen - Systemschulung für Mitarbeiter einschließlich technischer Information und Übung - Kuhdaten in PC eingeben, Auswertungslisten einrichten und erläutern - Arbeitsaufgaben und Zeitpläne festlegen.
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Leserkommentare
Kostenführerschaft
[25.11.2009]
Polen, Rumänen und Mexikaner sind billiger als ausgebildete Mechatroniker. Detmar Kleensang
von Gast
Blauäugig
[25.11.2009]
Mit Technik kann man Personal einsparen. Man benötigt dann aber Fachpersonal statt angelernte Arbeitskräfte. Somit können sich die Personalkosten nicht im selben Umfang reduzieren wie die Arbeitszeit. Ob sich dass dann noch rechnet? Die Industrie hat vor 30 Jahren bei der Einführung computergesteuerter Maschinen die selbe Erfahrung gemacht
von högl
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