Milchmarkt: Es geht weiter aufwärts

[24.03.2010]


Kuh

Das Preistal bei Milchprodukten ist durchschritten, in den nächsten Monaten wird es weiter aufwärts gehen. Diese Prognose wagte die ZMB-Marktbeobachterin Monika Wohlfarth auf dem Berliner Milchforum.

Die Rückschau auf die Milchmärkte im Jahre 2009 ist durchweg negativ: Einbruch des Absatzes weltweit, Einbruch der Milchpreise und ein deutlicher Aufbau der Interventionsbestände. Der private Verbrauch von Milchprodukten war selbst in den ersten Monaten des Jahres 2010 noch rückläufig.

Auf den extremen Verfall der Milchpreise reagierten die Milcherzeuger weltweit mit einem Rückgang der Produktion. Insbesondere Europa, USA, Australien und Argentinien haben ihre Produktion noch zu Jahresbeginn 2010 weiter verringert, teilweise bis zu 10%. Der Milchkuhbestand ist weltweit rückläufig.

Auch in den nächsten Monaten erwartet Wohlfarth in der EU eine moderate Milchablieferung. Einzige Ausnahme sei Italien, wo die Milchquote im Rahmen einer EU-Sonderregelung um 5% erhöht wurde.

Inzwischen zeichnet sich eine Erholung der Weltnachfrage ab. Der Welthandel mit allen Milchprodukten steigt. Die Lagerbestände von Butter und Magermilchpulver sind relativ niedrig. Die für Mai geplante Auslagerung von Interventions-Butter werde keine Bedeutung für die Märkte haben, versicherte Wohlfarth.

Viele Marktexperten erwarten deshalb für 2010 einen weiteren, "moderaten" Anstieg der Milchpreise.

Leserkommentare

3 Kommentar(e)
  • Es geht aufwärts. Für wen?

    [24.03.2010]

    Ich für meinen Teil bin längst in der Marktwirtschaft angekommen. Und da gibt es keinen Platz für Glaube und Hoffnung. Da geht es nur um knallharten Wettbewerb. Wettbewerb um Marktanteile und Wettbewerb um Marktmacht. Die Bauern haben nach wie vor kein bisschen Marktmacht dazugewonnen. Ganz im Gegenteil, werden sie immer mehr entmachtet und enteignet und lassen sich das auch noch gefallen. Außerdem kann kein rechter Glaube an solche Meldungen aufkommen, wenn ein Chefredakteur eines Fachblattes offen zugegeben hat, dass für die Bauern bewusst positive Nachrichten gestreut werden. Aus welchen Gründen auch immer. Wer unternehmerisch handeln möchte, der muss zusehen, dass er die Rechnung selber schreibt, sonst wird auf ewig nur ein Mindestlohn von oben nach unten durchgereicht. Und Restmilchgeldempfänger sind keine Unternehmer! Gruss, Detmar

    von detmarkleensang

  • Immer positiv denken

    [24.03.2010]

    Die für Mai geplante Auslagerung von Interventions-Butter werde keine Bedeutung für die Märkte haben, versicherte Wohlfarth. Die niederländ. Notierungen gaben bei Butter allerdings leicht nach. Der Spotmarktpreis fiel auf 27 cent!

    von Friesenkuh

  • Na wollens wir's hoffen!

    [24.03.2010]

    Glauben wir mal die Worte der Dame und hoffen das Beste!

    von bbvro

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