[11.05.2012]
Die meisten Antragsteller für das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) in Niedersachsen sind Milchviehhalter.
Die Landwirte in Niedersachsen investieren kräftig. Dabei ist das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) sehr beliebt, wie der Landvolk-Pressedienst (LPD) berichtet.
Rund 500 Landwirte werden dieses Jahr das Angebot des Landes nutzen. Allen voran ergreifen die Milcherzeuger die Gelegenheit: Von 489 bewilligten Anträgen stammen 272 Anträge von Milchviehbetrieben. Für Investitionen zur Verbesserung des Tierschutzes und der Tierhygiene wird ihnen eine Förderung von bis zu 30 % des förderfähigen Investitionsvolumens gewährt. Bei Investitionen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind bis zu 20 % des Investitionsvolumens förderfähig.
Insgesamt bewilligt Niedersachsen für 2012 etwa 44 Millionen €. Die auf bundesebene diskutierte Idee, dass das AFP besonders auf tiergerechte Haltungssysteme konzentriert werden müsse, lehnt das Landvolk Niedersachsen ab.
Das 4. Tagebuch ist online: Tanja Staggen hat auf dem Großbetrieb Gut Hohen Luckow (Mecklenburg-Vorpommern) 2.000 Holsteinkühe gemolken. Hier ihre Berichte. Tagebuch lesen...
Aktuelle Milchpreise der deutschen und ausländischen Molkereien. Zu den Molkereien...
Leserkommentare
Planwirtschaft
[11.05.2012]
AFP ist staatliche Planwirtschaft in Reinkultur. Es werden damit Produktionskapazitäten geschaffen, die der Markt nicht braucht. Marktungleichgewichte sind die Folge mit negativen Folgen für den gesamten Sektor. Grob analysiert kann man sagen, dass mit einer Mio € Fördermittel ca. 10 Mio € Milchpreis vernichtet werden (je nach Marktlage stark schwankend, im Durchschnitt über 10 Jahre betrachtet). Dafür sollten sich die Bauern bedanken.
von sebontch
Denn sie wissen nicht was sie tun.
[11.05.2012]
Oder doch? Ich denke mal das Landvolk( Bauernverband in Nds.) weiß, was er tut. Es werden Abhängikeiten geschaffen! Als Nebeneffekt Dauerniedrigpreise und Quantität für die Verbraucher. Wollen wir das eigentlich? Uns bedingungslos als ehemals freie Bauern in die Hände der Molkerei und der Banken geben? Wenns nicht mehr reicht wird schon irgend ein Investor einsteigen? Was erzählen wir unseren Kindern,wenn sie schnallen, das 20 Stunden am Tag nur geschafft wird, und nix mehr übrigbleibt?
von Hardthof
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