Zuchtviehexport 2011 schlägt alle Rekorde
[27.01.2012]
Deutsche Holsteins in Ägypten
Das Prädikat „Made in Germany“ sorgt auch 2011 für steigende Rekordumsätze beim Zuchtviehexport. Aufgrund von hoher Nachfrage und knappem Angebot konnten die Umsätze weiter gesteigert werden. Das berichtet der Deutsche Holstein Verband e.V. (DHV).
Obwohl die Anzahl exportierter Tiere im letzten Jahr sank, konnte im Vergleich zu 2010 der Umsatz deutlich erhöht werden. Er lag 2011 bei rund 94 Mio. Euro. Das sind etwa 3 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem auf die um ca. 10-15% gestiegenen Ankaufspreise zurückzuführen. Das erklärte der DHV auf Anfrage von top agrar. 2010 gingen noch rund 80.000 Tiere in den Export, 2011 waren es aber immerhin noch rund 72.000.
Der nordafrikanisch-arabische Raum blieb auch 2011 mit einem Anteil von 63 % wichtigster Abnehmer für deutsche Exporttiere. Die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten nimmt in diesen Ländern schneller zu als die einheimische Produktion. Im innergemeinschaftlichen Handel (EU-27) dominierte erneut Italien: Mit 13.000 Zuchtrinder ging fast die Hälfte des gesamten EU-Exports in die italienischen Milchproduktionsregionen. Im osteuropäischen Raum gewinnt Polen zunehmend an Bedeutung.
Für 2012 werden schon jetzt gute Aussichten prognostiziert: Trotz der politischen Veränderungen in einigen nordafrikanischen Ländern und den damit verbundenen Unsicherheiten sind Länder wie Marokko, Algerien, Ägypten, Kuwait und Libanon weiterhin bedeutende Kunden. In der Türkei besteht ebenfalls ein hoher Bedarf an Zuchtrindern. Mit der Öffnung des türkischen Marktes Ende letzten Jahres ist mit einem starken Nachfrageschub zu rechnen, so der DHV. Zusätzlich wird die Anerkennung der Blauzungen-Freiheit Deutschlands ab dem 15.2.2012 den Markt zusätzlich beleben.

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