Schmallenberg-Virus: Mexiko schließt die Grenzen für Sperma aus Holland

[19.01.2012]


Mexiko hat seine Grenzen für den Import von Rindersperma und Rinderembryonen aus den Niederlanden aufgrund des Schmallenberg-Virus geschlossen. Dieser Schritt erfolgte, nachdem die Niederlande das Auftreten des Schmallenberg-Virus an die Internationale Tiergesundheitsorganisation OIE gemeldet hatte.

Mexiko ist weltweit das erste Land, das die Grenzen für den Import von Rindersperma aus den Niederlanden dicht gemacht hat. Daneben hat China Fragen an die OIE gestellt in Bezug auf das Virus.

Für die niederländische Zuchtorganisation CRV  ist Mexiko einer der größten Absatzmärkte für Rindersperma. Derzeit sei es nicht zu 100 % sicher, ob Rindersperma frei ist von dem Virus sei, erklärte Jan Venneman von CRV. Man könne nicht viel tun, solange es keinen Antikörpertest gebe, der den Nachweis ermögliche, dass die Zuchtbullen frei seien vom Schmallenberg-Virus. Möglicherweise folgen nun mehr Staaten dem Vorbild Mexikos und schließen die Grenzen für den Import von Rindersperma und Embryonen.

Beim Export von Zuchtvieh gäbe es bislang keine Probleme, so die niederländische Handelsorganisation Veepro. Es gäbe keine Exportbeschränkungen, so Veepro-Chef Reinoud van Gent. Sicherheitshalber werde aber keine Zuchtvieh von Betrieben exportiert, die bereits Probleme mit dem Virus haben. (veeteelt/al)

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