Schweiz: Mehr Milch als je zuvor

Die Schweizer Milchbauern haben 2011 die Rekordmarke geknackt: Mit 3,7 Mio. t lieferten sie so viel Milch wie nie zuvor. Pro Betrieb wurden damit durchschnittlich 132.723 kg Milch produziert. Das geht aus den aktuellen Zahlen der TSM Treuhand GmbH hervor.
 
Die Zahl der Betriebe, die mehr als 500.000 kg Milch lieferten, stieg auf 357 an. Insgesamt gaben jedoch auch 874 Betriebe die Milchviehwirtschaft auf. Die durchschnittlichen Milchablieferungen konnten in den letzten 25 Jahren jedoch mehr als verdoppelt werden. In der Schweiz nimmt weiterhin die Käseproduktion den größten Anteil der Milchverarbeitung ein. Insgesamt wurden 350 t mehr als im Vorjahr und damit insgesamt 181.675 t Käse produziert – ein weiteres Rekordergebnis. Die Butterproduktion konnte 2011 noch mal zulegen und nimmt damit 16,8 % der Milchverarbeitung ein. Den drittgrößten Anteil hat die Konsummilchproduktion mit 12 %. Hier ging die Produktion im letzten Jahr um 1,4 % oder 6.700 t zurück.

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5 Leserkommentare Kommentieren

  1. von reichlos · 1.
    Auszahlungspreise auch auf Rekordniveau?

    Zweifelhaft bleiben allerdings auch die "Negativrekorde" bei den Auszahlungspreisen! Die Schweiz setzt die Produktion und den damit verbundenen Erhalt der Kulturlanschaft, insbesondere in den Bergregionen auf´s Spiel! Die Betriebe die die Landschaft pflegen (höchste Gut der Schweiz), gehen verloren und kommen nicht wieder. Ob das so im Interesse des Volkes ist, bleibt abzuwarten. Die EU-Milcherzeuger werden es ja bald auch erfahren! Aber zum Glück gibt´s ja bei uns die "Soft-Landing"!

  2. von alorie · 2.
    Gunst- gegen Steillage

    Der Talbauer möchte mit dem neuen System gut zurecht kommen können. Wie jedoch solls der Steillagenbauer machen? Der kenn ned einfach Kuhzahl verdoppeln, Stall spiegeln,...

  3. von Dieter Müller · 3.
    Wo bleibt die angemessene Wertschöpfung?

    Der Tüchtigkeit der schweizer Milcherzeuger wird derzeit mehr als bestraft. Die neue Rekordmarke, bei der Produkton, geht einher mit dem stärksten Preisverlust den die Bauern, in der Schweiz, je erlebt haben. Es ist bestimmt keine schwere Rechnung, wenn man die geringer Menge mit dem alten Preisen multipliziert und die Rekordmenge mit den derzeitigen Erlösen. Leider fehlt in dem Bericht die horende Summe an fehlender Wertschöpfung. Das auch die schweizer Milcherzeuger mit steigenden Produktionskosten zu kämpfen haben wird ebenfalls nicht erwähnt. Es darf auch nicht vergessen werden, dass man die Überschüsse in der EU (siehe billige Weihnachtsbutter) verschleudert.

  4. von Dieter Müller · 4.
    Wo bleibt die angemessene Wertschöpfung?

  5. von Kirsten Wosnitza · 5.
    Zweifelhafte Rekordmarken

    In den letzten zwei Jahren herrscht in der Schweiz das Chaos am Milchmarkt. Sehr traurig, dass top agrar völlig unkritisch einen solchen Bericht übernimmt. Butter wird produziert, um die (Rekord-!) Überschüsse auf Halde legen zu können. Und gleichzeitig zur "Rekordproduktion" wird nun Billigkäse von Industrie und Handelsketten in die Schweiz importiert. Schweizer Überschüsse wiederum gehen mit Dumpingpreisen ins europäische Ausland. Wer profitiert? Die Milchbauern jedenfalls nicht.

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