Spotmarkt im freien Fall

[08.12.2008]


Die Spotmarktnotierungen befinden sich in Deutschland und den Niederlanden im freien Fall. Die Preise in Norddeutschland stürzten in der vergangenen Woche auf 16 Ct/kg ab, in Süddeutschland wurden 20 Ct/kg (3,7% Fett) erreicht. In den Niederlanden fiel der Preis nach einem kurzen Anstieg in der Vorwoche um sechs Cent auf 18,5 Ct/kg ab, wie das Dienstencentrum Agrarisch Markt (DCA) berichtet.

Gründe für den Preissturz sollen nach Angaben von DCA das höhere Milchangebot auf dem freien Markt sein, sowie die geringere Nachfrage. Zusätzliches Problem sei der stagnierende Absatz beim Milchpulver. Die Preise für Magermilchkonzentrat und flüssige Magermilch fielen Deutschland ebenfalls deutlich ab. Flüssige Magermilch kostet ca. 10 Euro pro 100 kg, Magermilchkonzentrat kostete rund 115 Euro pro 100 kg, meldet die Fachzeitschrift Molkerei Industrie.

Alle deutschen Preisangaben verstehen sich frei Rampe Molkerei. Daten für das Preisbarometer für Versandmilch-Erzeugnisse werden von etablierten Versandmilchbrokern erhoben. Diese Daten dienen lediglich der Orientierung und haben keinerlei offiziellen Charakter, sie sind nicht als Grundlage für geschäftliche Entscheidungen und Preisverhandlungen gedacht.

Leserkommentare

4 Kommentar(e)
  • Nur der Anfang

    [09.12.2008]

    Der große Gau steht uns Milcherzeugern erst im nächsten Jahr bevor. Wir werden alle die Quittung für politiche Endscheidungen gegen die Strategie des BDM bekommen. Schon der erste Liter Angebot über der Nachfrage drückt den Preis! Der Bauernverband sollte sich schnellstens überlegen, wie er in dieser bevorstehenden Krise die er selbst verursacht hat, sein Gesicht behält. Die sauberste Lösung wäre: Rücktritt des Präsidenten Sonnleitner und des sogenannten Milchpräsidenten Folgard. Bedingungslose Akzeptanz des BDM als alleinige Interessenvertretung der Milchbauern. Hätte der DBV im letzten Frühjahr die Chance genutzt und mehr für seine Mitglieder gekämpft als für Interessen der Industrie, wären wir alle einen großen Schritt vorrangekommen. Nun müssen wir alle mit ansehen, wie unsere Grabenkämpfe nur den Molkereien nützen. Diese brauchen nun keine Anstrengungen zu unternehmen über bessere Vermarktung, neue Märkte, bessere Wertschöpfung. Ein weiter so, weil keine notwendigkeit besteht zur Kursänderung. Billigster Rohstoff machts möglich! Es führt kein Weg an einer flexiblen Mengensteuerung in der EU vorbei. Wenn wir es schaffen 80% der Milcherzeuger im Milch Board zu bündeln, dann werden von Deutschland ausgehend Milchpreise oberhalb der 40ct Marke in gesamt Europa erzielt werden können! Es gibt noch viel zu tun. Der DBV sollte die Chance nutzen! Jeder Krise folgt ein Neuanfang! :roll

    von Gast

  • Spotmarkt

    [08.12.2008]

    Der sog. Spotmarkt wird von den Molkereien nur genutzt, um die Auszahlungspreise für die Milcherzeuger kräftig zu drücken! Jeder schiebt mal ab und zu einige Ladungen Rohmilch für "lau" auf den Markt, es spricht sich rasend schnell rund und schon fallen die Preise. Ganz im Sinne der Molkereien!

    von juppup

  • Was nun Herr Sonnleitner?

    [08.12.2008]

    Spotmarkt im freien Fall, Milchauszahlungspreis im freien Falll, Milchmenge steigt, EU verweigert Exporterstattungen. Das einzige, was geholfen hätte, das Umsetzen des BDM-Konzeptes, wurde mit Lug und Trug verhindert. Was nun Herr Sonnleitner? Vielleicht mal wieder dem Lebensmitteleinzelhandel drohen (haha) oder Mahnwachen? Oder hoffen und beten? :cry :( :x :cry

    von nohring

  • Bauernmörder Fischer-Boel

    [08.12.2008]

    Sanfte Landung dank Agrarkommisarin und Gefolgschaft. Qutenanhebung damit wir keine Weltmarktanteile verlieren. Mit diesen Preisen kann kein Milcherzeuger mehr in Europa leben. Und wenn`s keine Milcherzeuger mehr gibt, dann verliert Europa Weltmarktanteile. Die "Agrarkeksperten handeln kontraproduktiv und denken ist halt bei einigen hochbezahlten Politikern reine Glückssache.

    von steinerrudolf

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