[09.03.2009]
Melkstand
Rund 41% der Milcherzeuger in Rheinland-Pfalz wollen in den nächsten fünf Jahren in die Milchviehhaltung investieren. Das zeigt eine landesweite Umfrage des LKV, an der sich 1.061 Betriebe beteiligten. Jeweils knapp 30% der Betriebe wollen nicht investieren oder sind unentschlossen.
Die meisten Investitionen sind in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm und im Westerwaldkreis geplant. Im Westerwaldkreis und im Vulkaneifelkreis wird ein einzelbetriebliches Wachstum auf über 1 Mio. kg Milchquote angestrebt, in den übrigen Kreisen auf 500.000 bis 800.000 kg. Investieren wollen vor allem größere Betriebe, teilweise soll die Milchmenge sogar verdoppelt werden.
Investiert werden soll auch in Melkstände, Melkroboter, Jungviehställe und sogar in Anbindeställe.
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Leserkommentare
Lang ist's her?!?
[09.03.2009]
Wenn ich mich recht erinnere, wurde diese Umfrage Anfang/Mitte des letzten Jahres gemacht. Vielleicht würden die Ergebnisse jetzt schon wieder anders aussehen??? :?
von armerbauer74
Genaueres zur Umfrage
[09.03.2009]
In den 10 Zeilen Meldung sind einige Kernaussagen zu kurz gekommen. Bei den 41% investierenden Betrieben sind auch Betriebe enthalten, die kleinere Investitionen machen wollen. Einen Stallum- bzw. -neubau im Milchviehbereich wollen etwa 25% der befragten Betriebe vornehmen. Etwa 20 % wollen im Jungviehbereich (Um- bzw. Neubau) investieren und davon etwa die Hälfte im Zuge einer Erweiterung des Milchviehbereichs. 10% der Betriebe wollen die Produktion in absehbarer Zeit aufgeben. Bei Hochrechnungen konnte ermittelt werden, dass bei guten Bedingungen die dabei frei werdende Milchmenge von den wachsenden Betrieben übernommen werden kann und somit die Milchproduktion in RLP stabil bleibt. Im Allgemeinen zeigt sich folgender Trend: größere und intensiver wirtschaftende Betriebe mit guter Leistung investieren eher und bleiben auch in Zukunft aktiv, während Kleinbetriebe mit ausschließlich extensiver Wirtschaftsweise und niedrigen Leistungen eher aufhören oder sich nihct mehr weiterentwickeln werden. Die Anbindeställe werden in den nächsten 20 Jahren sehr stark an Bedeutung verlieren: Die Investitionen bei Betrieben mit Anbindeställen haben überwiegend das Ziel, den Anbindestall durch Neu- oder Umbau durch einen Boxenlaufstall zu ersetzen. Nur ein sehr geringer Anteil (weniger als 0,5%) wollen durch kleinere Investitionen die Haltungsbedingungen im Anbindestall verbessern. Bei den Anbindeställen ist der Anteil an aufgebenden Betrieben besonders hoch (etwa 25 %).
von paulmcliam
Lieber abwarten...
[09.03.2009]
Gesunde Betriebe werden weiterwachsen, können aber den schnellen Bankrott vieler Milchviehbetriebe bei weitem nicht ausgleichen. Ich würde trotzdem mit dem investieren warten...
von kohl#001
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