Aldi erhöht Milchpreis um 9 Cent

[02.11.2012]


Aldi Milch Aldi erhöht die Trinkmilchpreise. Als erster hat der Discounter Aldi heute den Trinkmilchpreis um 9 Cent je Liter angehoben. Andere große Lebensmittelhändler dürften nach Einschätzung von Experten in Kürze nachziehen.

Die Preissteigerung ist das Ergebnis der Kontraktverhandlungen zwischen den Molkereien und dem Handel. Die Molkereien haben bei Aldi somit eine Preiserhöhung von etwa 8 Cent durchgesetzt. Da die Mehrwertsteuer noch addiert werden muss, steigt der Preis im Kühlregal um 9 Cent.

Und vieles deutet darauf hin, dass andere Lebensmittelhändler ähnliche Preiszugeständnisse akzeptieren mussten: "Uns ist kein Handelspartner bekannt, der einen besseren Preisabschluss als Aldi erreicht hat. Somit dürften die Molkereien flächendeckend höhere Verkaufspreise erreicht haben", sagt ein Branchenkenner gegenüber top agrar.

Mit der Preiserhöhung können die Molkereien die Preissenkungen der letzten beiden Handelsrunden im Mai 2012 und November 2011 wieder ausgleichen und liegen jetzt etwa wieder auf dem Niveau von Mai 2011. Die Trinkmilch-Verwertung steigt nach Einschätzung von Insidern durch die neuen Kontraktabschlüsse auf über 30 Cent. Damit wurde die Verwertungslücke zu Käse nahezu geschlossen. (pl)

Leserkommentare

13 Kommentar(e)
  • Danke Aldi,du bist zu gütig....

    [05.11.2012]

    von simson09

  • Preise steigen infolge einer Mengendepression

    [04.11.2012]

    Es darf doch niemand ersthaft glauben, daß Aldi seinen Preis anhebt nur aus lauter Gutmütigkeit uns gegenüber, oder weil U Folgard zwischendurch einmal auftrumpfte um danach wieder in der Versenkung zu verschwinden. Das ist doch einzig und allein das Ergenis eines zurückgehenden Angebotes von erzeugter Milch (Rohmilchaufkommen wird das auch genannt). Daraus müßten wir doch ableiten, dass nur wir Milchbauern es selbst in der Hand haben, den Erzeugermilchpreis zu regeln und nach oben zu bringen, wenn wir das Angebot an die jeweilige Nachfrage anpassen. Will das nicht hinein in unsere vorbohrten Schädel? 1% eines übersättigten Marktes macht bei Milch ca. 10% des Milchpreises aus. Das ist doch kein Geheimnis, oder doch?

    von beernhof

  • Aber keinen cent mehr!

    [04.11.2012]

    "Als Einzelkämpfer müssen wir uns alle der Macht der starken hingeben. Die geben uns grad soviel, das wir nicht aufgeben zu melken." So wird es auch bleiben.Wer diesen mißlichen Sachverhalt als Milcherzeuger nicht zur Kenntnis nehmen will und nur auf den Heilsbringer Schaber wartet und "kostendeckende Preise "sollte besser die Milcherzeugung einstellen und bei den Milch- verarbeitern das große Geld verdienen.

    von kjfwittke

  • und die Ukraine hat den weizneexport gestoppt

    [04.11.2012]

    die haben selber viel zu wenig! Das alles treibt den Futterweizenpreis nach oben. Bei uns werden z.Zt. 26,- Euro.

    von Friesenkuh

  • Nun war die Dürre aber da

    [03.11.2012]

    und weiter? Australien hat die Weizenprognose deutlich zurückgenommen, in Südamerika wird die Weizenproduktion aufgrund der bessereb Wirtschaftlich bei Soja nicht ausgeweitet, in den USA sind die Aussichten für eine gute Weizenernte in 2013 aufgrund schlechter Auflaufbedingungen ungünstig! Futter bleibt teuer!

    von Slowfoot

  • Abhängig von der amerikanischen Dürre.

    [03.11.2012]

    Stellen wir uns vor, dass die USA in diesem Jahr normale Bedingungen gehabt und ihre Milchproduktion erneut um etliche Prozentpunkte gesteigert hätten. Man muss kein Prophet sein um dann zu wissen, dass die aktuelle Preissteigerung auch nicht zustande gekommen wäre. Die EU kann derzeit Exportmärkte bedienen bei denen sonst die Amerikaner bessere Karten gehabt hätten. Das die Kostensteigerungen und die Preissenkung vom Frühjahr mit dieser Erhöhung nicht ausgeglichen werden wissen wir alle. Wenn wir uns dann über klimatische Katstrophen "freuen müssen", weil sonst keine Milchpreiserhöhungen möglich sind, dann hat das bestimmt mit Nachhaltigkeit nichts zu tun.

    von Dieter Müller

  • % REchnung

    [03.11.2012]

    Sl...man muß das dann ja auch noch auf 1,02 umrechnen:):)!!

    von Friesenkuh

  • Nur halb so viel, wie U-Folgart forderte. Für uns Bauern gehen die beschissenen Tage weiter

    [03.11.2012]

    Als Einzelkämpfer müssen wir uns alle der Macht der starken hingeben. Die geben uns grad soviel, das wir nicht aufgeben zu melken. Aber keinen cent mehr! Trotz allem. Milchpreise erzeugen in den Jahren nach dem Milchstreik Medienintersse. Kein anderes Agrarerzeugnis steht ständig in der Öffentlichkeit. Es würde niemanden kümmern, wenn es bei Auszahlungspreisen um 25ct bliebe! Wir Erzeuger haben schon einiges erreicht. Es müssen nun die nächsten Schritte folgen. Ist dies auch ein Verdienst des U-Folgart? Eine Stellungnahme seinerseits wäre nun angebracht. Oder auch der Ruckwied könnte mal "Akzente" setzen. Wieso muss immer nur der BDM schlechte Nachrichten verkünden? Ist dies ein Zeichen, dass sich der DBV endlich von der Milch zurückzieht?

    von Hardthof

  • 9 Cent

    [02.11.2012]

    Dachte mal UFolgart progostizierte 15 Cent. Bin mal gespannt, wie lange er nun wieder abtaucht und dann wieder auftaucht mit guten Prognosen wie gut es den Bauern wieder geht:-(

    von Kommanmder

  • erstaunlich

    [02.11.2012]

    einfache %-Rechnung unfassbar

    von Slowfoot

  • Mehrwertsteuer

    [02.11.2012]

    8 cent X 7% = 0,056 cet -irgendwie rechnen die bei aldi anders! Macht sich gleich beim Milchpreis bemerkbar mit plus 2 cent bei uns.

    von Friesenkuh

  • MwSt

    [02.11.2012]

    Hat Milch als Grundnahrungsmittel nicht einen Steuersatz von sieben Prozent???

    von welcheristdennnochfrei

  • Mehrwertsteuer

    [02.11.2012]

    8 cent X 19% = ??? 0,0152 =9,52 cent Da schenkt Aldi den Kunden ja glatt 0,52 cent!!!

    von Friesenkuh

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