Bessere Zusammenarbeit im Milchsektor nötig

[15.10.2012]


 Die Zusammenarbeit von Molkereien und Landwirten könnte besser sein. Die Zusammenarbeit von Landwirten und Molkereien ist verbesserbedürftig. Das geht aus einer Umfrage der Universität Göttingen unter 279 Milcherzeugern hervor. Darin wurde untersucht, wie Landwirte und Molkereien enger zusammenarbeiten können, um die Wertschöpfungskette Milch effizienter zu machen. Geleitet wurde die Untersuchung von Prof. Achim Spiller und Nina Steffen.

Ergebnis: Lediglich 42 % der Landwirte sind mit der Zusammenarbeit zwischen ihnen und ihrer Molkerei zufrieden oder schätzen sie als gut ein. Und ein Drittel der befragten Milcherzeuger lehnt eine engere Zusammenarbeit mit den Molkereien gänzlich ab. „Hier müssen einige Molkereien ihre Landwirte noch besser über die Vorteile einer engen Zusammenarbeit informieren“, sagte Spiller. Und Nina Steffen ergänzt, dass der Erfolg der Zusammenarbeit vor allem davon abhängt, ob die Molkereien die Landwirte künftig an der erhöhten Wertschöpfung beteiligen.

Anknüpfungspunkte für eine bessere Zusammenarbeit sind durchaus vorhanden: Mit Blick auf das Quotenende 2015 würden 60 % der Milcherzeuger eine strategische Milchmengenplanungen mit ihrer Molkerei eingehen. Allerdings müsste diese mit einer jährlichen Mengenanpassung und einer Toleranzmenge von 10 % einhergehen. Einen dreitägigen Milchabholrhythmus unterstützt nur jeder fünfte Landwirt.

Leserkommentare

5 Kommentar(e)
  • Da ist vielzuviel Porzellan von Seiten der Molkereien zerschlagen worden

    [16.10.2012]

    um bis 2015 etwas halbwegs vernünftiges hinzubekommen. (auch Genossenschaftsmolkereien) Wir selber sind gefragt und müssen uns vor den Molkereien bündeln. Dann können wir halbwegs am Markt ein Wörtchen mitreden. Ansonsten Gute Nacht.

    von Ghostbusters

  • Mengenregelung wird sein

    [16.10.2012]

    Ich wette viel darauf, dass es auch nach 2015 weiterhin eine Mengenplanung, Mengenregelung oder wie auch immer die dann heißt, gibt. Es bleibt nur die Frage, wer gestaltet sie. Nach welchen Grundsätzen diese abläuft ist schon lange sichtbar, das beweist auch dieser Artikel wieder einmal. Weil wir Milchbauern zu (dumm) unentschlossen und uneinig sind, werden das die Molkereien übernehmen, die gezielt nach ihren Bedürfnissen bestimmen werden, wie viel Milch in "Umlauf" gebracht wird, nach dem Motto: ihre Auslastung und ihre Marge muss gesichert sein und nicht nach unseren Vorstellungen einer für uns Vollkosten gerecht werdenden Produktion. Obwohl 58% der Milchbauern mit ihren Molkereien unzufrieden sind, passiert nichts, aber auch gar nichts

    von beernhof

  • Welche Mengenregulierung????

    [15.10.2012]

    Welche Menge soll man regulieren wenn zuerst mal zuviel(Milch) am Markt ist??? Wer legt die Reduzierung fest?? Wer muß,muß muß......... reduzieren wenn zuviel am Markt ist??? Darf man jemand zwingen zu reduzieren???? Muß der Große auch Prozententual mehr Reduzieren???? Wie soll Mengenregulierung funktionieren wenn die Quote nicht funktioniert hat!!!!!

    von elinge

  • Strategische Mengenplanung

    [15.10.2012]

    bedarf als Begriff noch einer gewissen Klärung. Wer plant, wer überwacht, was passiert bei Nichteinhaltung? "Und Nina Steffen ergänzt, dass der Erfolg der Zusammenarbeit vor allem davon abhängt, ob die Molkereien die Landwirte künftig an der erhöhten Wertschöpfung beteiligen." Wohl wahr...

    von Kirsten Wosnitza

  • Effizienzsteigerung im Sinne der Milchindustrie

    [15.10.2012]

    Oder erklärt mal jemand, wie z.B. eine "Mengenplanung" zur Milchpreissteigerung beitragen kann. Was zuviel ist, ist zuviel, und bleibt zuviel, und drückt den Preis. Da nützt keine Mengenplanung was.Wer ist der Auftraggeber für diese Absurden Studien mit teuren Proffessoren? Der MIV? Aha, alsó wieder wir Bauern mit unserem Pflichtbeitrag über die Milchgeldabrechnung !

    von Hardthof

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