[13.08.2012]
Dr. Josef Schwaiger
Die enorme Bedeutung des Exports für die weitere Entwicklung der deutschen Milchwirtschaft hat der Sprecher der Geschäftsführung vom Deutschen Milchkontor (DMK), Dr. Josef Schwaiger, unterstrichen.
In einem Gespräch mit dem Vizepräsidenten des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Peter Lüschow, stellte der DMK-Chef fest, dass sich das Rad jetzt gedreht habe, nachdem der heimische Milchmarkt zuvor immer ein ausgeglichenes Verhältnis von Produktion und Absatz verzeichnet habe. „Es muss nach Auslandskanälen gesucht werden“, so Dr. Schwaiger. Er wies darauf hin, dass das DMK bereits 38 % des Umsatzes im Export erziele, was für die Wertschöpfung „schon mal gut ist“.
Bei der Ausfuhr in Drittländer stehe nicht nur das DMK vor einer Herausforderung: Europa habe im vergangenen Jahr schon gut 15 Mrd. l Milch in Drittländer exportieren müssen. Vor diesem Hintergrund habe das DMK eine klare Strategie und wolle innerhalb von drei bis vier Jahren den Drittlandsexport auf 20 % steigern. Dabei richtet sich der Blick laut Dr. Schwaiger vor allem auf Regionen wie Asien und Nordafrika sowie den Mittleren Osten und Russland. In einem nächsten Schritt würden die USA und Südamerika ins Visier genommen. Allerdings sei der Zugang zu den Märkten in diesen Regionen äußerst schwierig, schränkte Dr. Schwaiger ein. (AgE)
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Leserkommentare
supi
[14.08.2012]
Je mehr Export umso mehr Umsatz, die Marge der DMK bleibt dabei natürlich gleich hoch,gut für die Molkerei, schlecht für die Erzeuger, da muß der Preis natürlich nach unten korrigiert werden. Macht aber nichts, die bauen ja Ställe was das Zeug hält, um noch mehr Milch zu produzieren. Kleiner Nebeneffekt, sie haben dann erst recht keine Zeit mehr, Geld für private Unternehmungen auszugeben.
von egge1255
Oh je Josef,
[13.08.2012]
schon des öfteren haben wir dieses Thema durchdiskutiert. Nun gibts Du wenigstens zu: Europa muss 15 Mrd l exportieren (ca 12%) um nicht in der Milch zu ersaufen. Welche Wertschöpfung hinter dieser Menge steht, das erwähnst Du lieber nicht, und dass man in den angesprochenen Regionen wohl kaum mit großer Sehnsucht nach DMK- Produkten rechnen darf wird ebenfalls nicht erwähnt. Fazit: diese Meldung kann man getrost zu den Akten legen!
von sebontch
Ja ja.
[13.08.2012]
Die Autoindustrie macht uns das vor. Die produzieren Autos was die Werke hergeben. Dann suchen sie sich im Ausland neue Märkte und verkaufen die Autos im Inland auch unter den Herstellungskosten. Dabei bauen sie das Vermögen ihrer Aktionäre ab und bezahlen damit die Arbeiter. Immer billige Autos.
von leo.seitz
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