[03.09.2012]
Kirsten Wosnitza, BDM
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat mit Georg Häusler, Kabinettschef des EU-Agrarkommissars, auf der schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsausstellung (Norla) über die Situation auf dem Milchmarkt diskutiert.
Dabei hat Kirsten Wosnitza vom BDM betont, dass die kurzzeitigen Phasen von besseren Milchpreisen nicht ausreichen, um die zuvor durch Niedrigpreisphasen entstehenden Liquiditätslücken zu schließen und Rücklagen zu bilden.
Die Produktionskosten sind zwischen 2009 und 2011 um 5-6 Cent/kg gestiegen. Für 2012 werden weitere 3 Cent/kg erwartet. Die Milchpreise müssen daher steigen, so Wosnitza.
Der BDM fordert Georg Häusler dazu auf, die Milchmarktproblematik im Zuge der GAP 2013-Beschlüsse über das Milchpaket hinaus weiter zu verhandeln. Die Milcherzeuger müssten in die Lage versetzt werden, als vollwertiger Partner am Markt teilzunehmen. Marktschwankungen mit Hilfe von Warenterminbörsen und Versicherungen auszugleichen, sei keine Lösung. Das einzig wirksame Marktinstrument sei, bei Veränderungen der Nachfragesituation auf der Angebotsseite nachzuziehen.
Fotos von dem Treffen hat Detmar Kleensang bereitgestellt. Zur Galerie...
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Leserkommentare
Kein Problem
[04.09.2012]
Ich habe kein Problem mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem BDM. Ich werde mich auch hüten darin eine heilige Kuh zu sehen. Aber ich erwarte von Verbänden, hier der DBV, das sie ihre Klientel auch vertreten. Der DBV hat dabei die Milchbauern aber vergessen. Und wer mich nicht vertritt, bei dem bleib ich auch nicht Mitglied. Der BDM hat sich dann als Alternative angeboten. Auch hier erwarte ich kein Allheilmittel; aber jemanden der den Finger in die uns Milchviehhalter beschäftigende Wunde zu legen. Und noch etwas erwarte ich, nämlich keine Positionskämpfe zwischen BDM und DBV sondern die Vertretung von uns Bauern - und zwar aller Bauern! Sonst kommt nämlich nichts dabei rum....
von preuße
Danke!
[04.09.2012]
Anscheinend leidet mancher hier an Realitätsverlust. Die Preise sind nicht kostendeckend und werden es auch nie sein, wenn das derzeitige System so weiterläuft. Mancher mag einen Kick darin sehen, sich von "Delle" zu "Delle" zu hangeln und dann über steigende Kosten, die er nicht beieinflussen kann, zu jammern. Und über die wenig wohltätige Ader des LEH. Ein tatsächlicher Unternehmer sollte sich jedoch dafür einsetzen, dass der Preis stimmt. Und in diesem Fall somit dafür, dass die Milcherzeuger auch tatsächlich als Marktteilnehmer diesen Preis entsprechend beeinflussen können. Und genau dafür hat sich der BDM in seinen Gesprächen eingesetzt. Danke hierfür!
von Doris Peitinger
Campingtische
[04.09.2012]
gab es übrigens nicht nur beim BDM, sondern an allen Ständen auf der Messe. Selbst bei den teuersten und edelsten. Ich habe dort nicht eine einzige Couchgarnitur gesehen. Rattan-Sessel, ja, aber die sollten verkauft werden. Ebenso die Massageliegen für geschundene Bauernrücken. Da war wohl einer lange nicht mehr auf einer Messe, was? Kommst aus dem Kuhstall nicht mehr raus, werni? Du siehst: persönlich werden ist nicht angenehm. Also werd doch mal sachlich. Danke!
von detmarkleensang
Mengensteuerung
[04.09.2012]
@Werni@ramsdorf Fragt doch mal euere Kreisobmänner mal direkt auf den Kopf zu, wie ihr kostendeckend und zukunftsfähig auf eueren Höfen Milch produzieren könnt? Ich versichere euch schon jetzt, das ihr keine klare Antwort bekommen werdet!
von meyerbuchklingen
Wosnitza
[04.09.2012]
@DPreuße: Diese Aussage hat noch vor 4 jahren gestimmt.Aber die Zeiten haben sich verändert.Was hat der BDM in dieser Zeit erreicht? Für mich nur Kostensteigerungen.Er ist ein Sammelbecken für Randgruppen und Naturschutzverbänden die Einfluß auf die Landwirtsachftspolitik bekommen wollen. Übrigens die Frau Wosnitza redet mit gespaltener Zunge.Sie fordert die Mengenrückführung,selbst macht sie die Quote voll wegen der Festkostenreduzierung. Das ist richtig bei hohen Milchpreisen.Aber ihre sind nach eigenen Angaben nicht kostendeckend.Das paßt doch nicht zusammen! BDM= Bundes verband der Märchenerzähler! Aber es glauben immer weniger Bauern daran.Und ob eine Diskussion am Campingtisch was bringt sei dahingestellt.
von
[04.09.2012]
Ich würde einigen Kommentarschreibern mal empfehlen, über ihren geschriebenen Unsinn bezüglich des BDM nachzudenken!!! Der BDM ist doch erst stark geworden, weil der DBV die Sorgen und Nöte der Milcherzeuger fortlaufend ignoriert hat. Und im Gegensatz zu vielen anderen "Alles wird Gut-Sagern" hat der BDM zumindest Denkanstöße geliefert. Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen - nur wo sind sie? Ich sehe keine, weder vom DBV noch seitens der Politik. Vor einiogen Jahren hieß es, wer nicht für 20 Cent produzieren könne muß aufhören. Nur Vorgemacht hats keiner. Und bei der derzeitigen Kostensituation gehts auch nicht für 30 Cent. Da kann ich den Mais besser direkt ab Feld verkaufen!
von preuße
Wozu diese Aufregung, wenn der BDM nichts bewegt?
[04.09.2012]
Komisch ist nur, Mengensteuerung bei der Urproduktion wird von den Marktschreiern hier bei Milch kritisiert, bei Rüben wird sie gefordert. Dazu schweigt man dann, leider auch beim selbsternannten Einheitsverband auf höchster Ebene. Von dem totem Pferd der Passivität und Obrigkeitshörigkeit, wo man uns gerne hätte, sind die meisten Bauern schon lange abgestiegen und suchen Mittel und Wege mit der Politik über gerechtere Verteilung der Wertschöpfung in den Produktionsketten selber ins Gespräch zu kommen. Bravo und weiter so Frau Wosnitza!
von helmut_ehrlicher
Als Mitglied beim BDM
[03.09.2012]
würde ich mir wirklich Sogen machen ob es wirklich effektiv ist sich um eine Mengensteuerung die schon Flächenmäßig komt einzusetzten! Was kommt vom BDM als nächstes? Ein Arbeitskreis um das Reiten auf einen toten Pferd zu lernen?
von ramsdorf
Diskussion am Campingtisch
[03.09.2012]
Es wäre vernünftiger gewesen sie hätten übers Greening gesprochen.Vielleicht hätte man ihm klar machen können was für ein Unsinn ist diese Flächenstillegung.Diese Gespräch führt zu nichts wie die vorangegangen.Der BDM sollt es aktzeptieren das er nichts ausrichten.Frühestens ab 2015 falls die prophezeite Milchschwemme kommt können Maßnahem ergriffen werden. Meinen Prognose die Märkte werden schon richten. Mittelfristig sind die Prognosen gut.
von
Das ewige Wachstum
[03.09.2012]
Nun auch in der "normalen" Wirtschaft gibt es nur vorgründig ein ewiges Wachstum. Die Landwirtschaft ist nicht(das ist Billiger)nur da mit immer größer werdenden Maschinen die das "ewige" Wachstum gepaart mit moderner Logistic die Natur sich zu 100% möglich zu machen.Das heißt die Natur muß egal wie immer höherwertiges Futter liefern um die möglichen "Züchtungsfortschritte" auch zu realiseren. Kann es auch andere Tiere geben wenn alle 4 Wochen ein Mähwerk mit,noch nur12m Arbeitsbreite,mit 20 kmh über die Wiese rauscht. Welche Auswirkungen diese Trockenheit gerade auf die enorm Arbeitsteilige Landwirtschaft hat würde ich gerne untersuchen lassen.(Von unabhängigen Wissenschaftler nicht vordergründig Grün oder konventionell untersuchen lasse
von elinge
Situation genau erfaßt!
[03.09.2012]
Dem ist nichts zuzufügen! Steter Tropfen höhlt den Stein! Danke.
von rita#001
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