[04.10.2012]
Geld
Der zusätzliche Kauf von Quoten sollte bis zum Quotenausstieg 2015 gut überlegt werden. Denn je nach Risikobereitschaft des Betriebes kann es günstiger sein, Strafabgaben zu leisten als Geld für Quoten zu bezahlen. Das sagt Dr. Karl Heinrich Deerberg von der Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein.
Am 31. März 2015 wird zum letzten mal berechnet, ob ein Milcherzeuger sein Kontingent überliefert hat und Superabgaben zahlen muss. Wachstumsorientierte Betriebe werden ihre Milchmengen bis dahin weiter ausbauen.
Ein Beispiel für Risikofreudige: Anstatt Quoten zu kaufen, könnte das Geld mit einem guten Zinssatz angelegt werden. Wenn Strafzahlungen nötig sind, könnten diese von dem Konto verrichtet werden. Wenn keine anfallen, hätte man einiges Geld gespart.
Das 4. Tagebuch ist online: Tanja Staggen hat auf dem Großbetrieb Gut Hohen Luckow (Mecklenburg-Vorpommern) 2.000 Holsteinkühe gemolken. Hier ihre Berichte. Tagebuch lesen...
Aktuelle Milchpreise der deutschen und ausländischen Molkereien. Zu den Molkereien...
Leserkommentare
Dr. Deerberg
[07.10.2012]
Aber hallo!!!! Der Aufruf zur einer Straftat ist strafbar. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Der Staatsanwalt läßt grüßen. Vielleicht verklagt den Typen jemand.
von Kommanmder
Ja, das Ende der Quote ist besiegelt.
[06.10.2012]
Vielleicht... Vielleicht auch nicht? Man weiß es erst, wenn drüber beschlossen wird. So oder so: die Milchquote gibt es noch, sie ist noch bestehendes Recht. Wenn angekündigt wird, dass in 3 Jahren die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts von 50km/h aufgehoben wird, wer möchte es riskieren und heute schon mit 80 oder 100 Sachen durchs Dorf fahren? Freiwillige vor! Schnell wäre man da seinen Führerschein los. Das Argument, die Begrenzung würde ja bald aufgehoben werden, wäre ja schon beschlossene Sache, die würde wohl kaum ein Polizist gelten lassen. Oder? Ich möchte erleben, wer da die Staatsmacht als "Ewig-gestrigen" betitelt. Alles was Recht ist...
von detmarkleensang
leute kauft quote...
[05.10.2012]
wo sonst kann man sein geld besser und dummsinniger verschleudern... nur die ewig gestrigen haben's noch nicht verstanden- das ende ist besiegelt. also verbrennt euer geld doch am letzten tag der quote noch...
von bernhardtv
Anlageberater?
[05.10.2012]
Einen super Anlageberater habt Ihr da, im hohen Norden.
von donnershag
Was mir noch einfällt:
[05.10.2012]
Ich ziehe meinen ersten Kommentar "Völlig richtiger Ansatz" zurück! Ich möchte mich nämlich nicht strafbar machen, wie der Herr Dr. Karl Heinrich Deerberg von der Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein. Denn sein "Beispiel für Risikofreudige" könnte einem Aufruf zur Straftat gleichkommen! Immerhin empfiehlt Dr. Deerberg, Geld für Quotenkauf lieber sicher anzulegen und etwaige Strafabgaben wegen Überlieferung der Quote in Kauf zu nehmen. Da "Strafabgaben" erhoben werden handelt es sich bei der Überlieferung wohl um eine Straftat?! Da könnte er genauso dazu raten, das Geld für Bahntickets zu sparen und etwaige Strafabgaben wegen Schwarzfahrens in Kauf zu nehmen! Die Bahn wäre sicher begeistert über so eine Empfehlung. Alles was Recht ist...
von detmarkleensang
Ja ja...
[05.10.2012]
Der BDM haut immer kurz vor Börsenterminen Schreckensmeldungen raus und treibt die Quotenpreise in die Höhe. Und der DBV tönt jedesmal vor Preisverhandlungen der Molkereien mit dem Handel, wie gut es den Bauern geht und verhagelt so bessere Vertragsabschlüsse. Und wie kommen wir nun weiter???
von detmarkleensang
angestachelte Börsen
[04.10.2012]
Das das Landwirte waren, ist mir auch Klar, einer aus der Stadt kauft eher kaum Quote! Nur in den letzten jahren waren die letzten Börsen immer davon angestachelt das der BDM kurz vorher eine Schreckensmeldung wegen einer hohen Überlieferung und eine saftige Superabgabe herausbrachte, gehe mal in den Vergangenen Jahren immer passend 3 Wochen vor der Novemberbörse nach! Als Verkäufer würde ich vor Spass vom Sof fallen wenn mir ein Verein eine Solche Schützenhilfe dabietet!
von ramsdorf
Er hat recht,
[04.10.2012]
doch anstelle die Kohle für wenig Geld bei der Bank anlegen ist Bodenkauf die viel bessere Alternative! Die Verzinsung liegt locker im zweistelligen Bereich. mit freundlichen Gruss Gregor
von gkitten
es sind immer die Landwirte selber gewesen
[04.10.2012]
die den Preis hochgetrieben haben. Am besten sein "Überschüssiges Geld" bei FC anlegen dort gibt´s Obligos zu 3,9% machen die Altenteiler dort schon...
von Friesenkuh
Schon aufgewacht herr Deerberg?
[04.10.2012]
Wird im Süden doch schon lange praktiziert. Wurden bisher wegen Quotenabfluß von vielen doch nur belächelt.
von braku
Völlig richtiger Ansatz!
[04.10.2012]
Nur zwei kleine Problemchen: Wo gibt es einen "guten Zinssatz"? Und: Welches Geld sollte da angelegt werden??? Das Milchgeld liegt noch immer unterhalb der Kostendeckung. Und Kredite kann man nicht anlegen.
von detmarkleensang
So dumm ist der Artikel gar nicht!
[04.10.2012]
es hat sich in den letzten 10 Jahren immer gelohnt zu überliefern, die Strafzahlungen waren immer geringer wie die Jährlichen Kosten für den Quotenkauf! Die letzten Quotenpreise sind teilweise auch der Hetzterei des BDMs geschuldet, wieviel Geld das wohl den Aktiven Erzeuger gekostet hat?
von ramsdorf
Tolle Berater.
[04.10.2012]
Für sein Gehalt hätte er gleich mal zur Bank laufen können, und nach dem aktuellen Zinssatz zu Fragen. Dann hätte er mal rechnen müssen. Die Frage bleibt. Warum müssen wir möglichst viel Milch melken, um dann möglichst wenig Erlös zu erzielen? Sind wir Unternehmer, wenn wir so handeln?
von Hardthof
[04.10.2012]
Wo gibt es denn heutzutage einen wirklich guten Zinssatz bei der Geldanlage?
von juergen2802
Das ist ja mal wieder ein spitzen beitrag von irgendwelchen "schlauen leuten", mehr davon!!!
[04.10.2012]
von loehdengbr
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