[17.08.2012]
Dr. Simon Schlüter
Die deutschen Milchbauern brauchen zeitnah verlässliche Informationen zur Milchanlieferung. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung muss ihre Hausaufgaben machen und die Probleme im Meldeystem zur Milchanlieferung lösen. Diese Forderung stellt Dr. Simon Schlüter, Milchreferent beim Deutschen Bauernverband, im aktuellen Interview der top agrar-Ausgabe 9/2012.
Im vergangenen Jahr lagen die Prognosen zur Milchanlieferung und Quotenausnutzung voll daneben. Ursache war unter anderem, dass die Bundesanstalt auf ein online-basiertes Meldeverfahren umgestellt hat. Das hat zu Problemen geführt, wodurch nur zeitversetzt verlässliche Daten zur Milchanlieferung zur Verfügung standen. Eine Milcherzeuger haben durch die Fehlprognosen in (teure) Milchquote investiert, obwohl die Superabgabe jetzt nur läppische 1,45 Cent/kg betrug.
Was sich ändern muss, damit wir dieses Jahr nicht einen ähnlichen Fauxpas erleben, lesen Sie in der September-Ausgabe von top agrar auf Seite R2.
Im zweiten Power-Praktikum begleiten wir Heidi Schneider auf den Betrieb von Josef Graf, der 220 Fleckviehbullen pro Jahr schlachtet. Tagebuch lesen...
Kuhbürsten sollen Kühe glücklich machen. Doch wie bewähren sie sich in der Praxis? Machen Sie mit bei der top agrar-Umfrage! Zum Fragebogen...
Aktuelle Milchpreise der deutschen und ausländischen Molkereien. Zu den Molkereien...
Leserkommentare
@wolfgangheinrich
[20.08.2012]
Wenn sie manchen TA-Kommentatoren die Kenntnis absprechen zu wissen wie ein Verband funktioniert, dann gehe ich davon aus, dass sie ein Insider sind. Mann sollte nach ihren bisherigen Statements eher davon ausgehen, dass sie im Haupt- und nicht im Ehrenamt sind.
von Dieter Müller
@Friesenkuh
[20.08.2012]
Ohne den jungen Mann zu kennen: Mir ist es egal, ob jemand eine Kuh gesehen hat oder nicht. Dafür gibt´s ja wohl ein Ehrenamt. Und ich frage mich: Ob von manchem Dauer-Klugwisser hier bei TA jemand weiß, wie ein Verband funktioniert? Jeder hat doch wohl seine eigene Brille auf und will nur sein eigenes Bestes!
von wolfgangheinrich
Das hab ich mich auch gefragt
[19.08.2012]
Hat der schon mal eine Kuh gesehen außer im Praktikum vielleicht?
von Friesenkuh
Jeder hat eine Chance verdient.
[19.08.2012]
Wenn sich eine neuer Milchreferent des DBV zu Wort meldet, die Stelle war ja nach dem Abgang von Dr. Rudolf Schmidt relativ lange unbesetzt, dann finde ich eine kritische Bewertung der Mengenerfassung okay. Ein solches Statement ist mir viel lieber, als der Zweckoptimismus eines Milchpräsidenten Folgart. Hoffentlich gewährt man dem jungen Mann einige Freiräume und belastet ihn nicht zu stark mit verbandspolitischen Vorgaben. Seien ersten 100 Tage werden bis zum Herbst enden und dann wird eine abschließende Beurteilung, wie in der Politik, vorgenommen.
von Dieter Müller
Quote?
[19.08.2012]
Wir überliefern seit 8 Jahren mit30-40%,und haben bis zum MWJ 2010/11 unsere Quote Jährlich um 10% erhöht( Schade ums Geld!).Der wertverlust der Quote war immer grösser als die Superabgabe.
von topclaus
Schönes Bild vom neuen Milchbubi des DBV!
[19.08.2012]
Hat der überhaupt schon mal gemolken?
von Ghostbusters
Ein Mann mit viel Humor
[19.08.2012]
Ich gönne dem jungen Mann seinen Dr. Ich gönne ihm auch seinen Erfolg beim DBV. Aber... lernen muss er noch viel.
von beernhof
Wieder einer der Melken will zu jedem Preis!!!!
[19.08.2012]
Nun da wollen sich ja alle gewöhnen bis zum Umfallen!!!!!
von elinge
ist sowieso Unsinn
[17.08.2012]
Der letzte Termin um sich für die Übertragung einzuschreiben ist Ende September. Somit müsste der gute Mann spätestens Mitte September seine Hochrechnung vorgelegt haben. Bis dahin liegen von max. 5 Monaten die Daten vor, also Unfug, das klappt nicht. Die Sammlung der Anlieferungedaten der einzelnen Molkereien wäre natürlich für einige Milchmarktteilnehmer höchst interessant und sicherlich einiges wert. Datenhandel ist doch ein lukratives Geschäft zur Zeit.....
von Slowfoot
Ach Quatsch!
[17.08.2012]
Was brauchen wir verlässliche Zahlen, wenn die Quote doch eh abgeschafft wird? Also Feuer frei! Melken, bis die Rohre glühen. Wer jetzt nicht Gas gibt verpasst den Anschluss und hätt auch gleich aufhören können! Die Milch muss erst derart strömen und billig werden, das die Banken nervös werden und den Geldhahn zudrehen. Dann fallen die Wachstumsbetriebe wie die Fliegen und der Markt wird endlich bereinigt. Wie so schön gesagt: Das regelt der Markt! Andererseits: haben verlässliche Zahlen zur Milchanlieferung nicht auch etwas von einer Monitoringstelle, die den Markt überwachen soll, und gegebenfalls Warnungen aussprechen oder sonstigen Einfluss auf die Produktionsmenge und den Markt nehmen soll? Wäre das nicht auch eine Mengensteuerung???
von detmarkleensang
Fehlprognosen nennt man das jetzt
[17.08.2012]
z.Zt. liegen wir schon wieder 0,3% über Quotenlinie(obwohl 1%ige Erhöhung). Bei der Superabgabe könnten wird die Quote eigentlich gleich abschaffen und den Kauf ebenfalls. Der Dr. muß seine Erfahrungen auch noch sammeln schätze ich.
von Friesenkuh
Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!