Asien für den EU-Schweinefleischexport immer wichtiger
[13.10.2011]
Die EU exportiert immer mehr Schweinefleisch nach Asien.
Der Export von Schweinefleisch aus der Europäischen Union befindet sich weiter auf klarem Expansionskurs, wobei die Staaten in Fernost und dem Nahen Osten deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Laut Angaben der EU-Kommission wurden aus der Gemeinschaft von Januar bis Juli dieses Jahres bezogen auf das Produktgewicht insgesamt annähernd 1,76 Mio t Schweinefleisch an Drittstaaten geliefert; das war gut ein Fünftel mehr als die Menge in der entsprechenden Zeit von 2010. Damit deuten sich für das Gesamtjahr 2011 neue Höchstmarken beim EU-Export von Schweinefleisch an.
Der wichtigste Abnehmer von Schweinefleisch aus der Gemeinschaft war auch in den ersten sieben Monaten dieses Jahres Russland, das seine Bezüge um 7 % auf 487.300 t steigerte. Immer bedeutender für die exportorientierten Schlachtunternehmen in der EU werden jedoch die Märkte in Fernost, insbesondere die Volksrepublik China. Dabei profitierten die Exporteure vom kräftigen Anstieg der Schweinefleischpreise in China, wo die Schweinehalter aufgrund hoher Futtermittelpreise die Produktion drosselten.
Hinzu kamen Seuchenausbrüche, die das Inlandsangebot begrenzten. Davon kann auch Südkorea ein Lied singen; dort führte der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) zu einer Verknappung des Schweinefleischangebots, weshalb die Regierung in Seoul die Einfuhr von Fleisch erleichterte. Die EU-Schweinefleischlieferungen nach Südkorea nahmen bis einschließlich Juli im Vergleich zur Vorjahresperiode um 113 % auf 125.900 t zu. (AgE)
Leserkommentare
Nutzen
[13.10.2011]
Fragt sich wer den Nutzen aus der Sache zieht ! Der Landwirt seit mehreren Jahren jedenfalls nicht !
von jschulzep
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