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Coop de France gegen Wegfall der Ausfuhrerstattungen für Schweinefleisch

Schweinehaltung Frankreich

Der Anstieg der Schweinenotierungen in den vergangenen Wochen dürfe kein Vorwand sein, um die Exporterstattungen für Schweinefleisch wieder abzuschaffen, da deren Erhalt für die Branche "lebenswichtig" sei. Darauf hat die Vieh- und Fleischsparte der genossenschaftlichen Dachorganisation Coop de France in einer Presseinformation hingewiesen. Sie appellierte an die französische EU-Ratspräsidentschaft, sich einer Streichung zu widersetzen. Die heimische Schweinebranche leide ungeachtet der jüngsten Verbesserung an der Preisfront am Weltmarkt unter der Konkurrenz der amerikanischen Produktion infolge der Schwäche des Dollar gegenüber dem starken Euro.

Hinzu komme, dass die Rohstoff- und Futtermittelpreise vor allem für die französischen Schweinehalter weiter hoch seien. Des Weiteren befürchtet Coop de France, dass die sich abzeichnende höhere Schweinefleischproduktion in den USA bereits im Herbst zu empfindlichen Störungen am französischen Markt führen und zugleich die europäischen Ausfuhren behindern werde. Hinzu komme die Niederlassung von weltweit agierenden Unternehmen in Südeuropa, die den Konkurrenzdruck auf die französischen Betriebe erhöhten. Nach Ansicht von Coop muss die Möglichkeit, Schweinefleisch am Weltmarkt abzusetzen, für die französischen Mäster nach wie vor ein "essentielles Ziel" sein.