[08.03.2012]
EU-Gesundheitskommissar John Dalli
EU-Gesundheitskommissar John Dalli hat davor gewarnt, das Thema Tierschutz zu vernachlässigen. Der Tierschutz sei keine Modeerscheinung, die schnell wieder verschwinde. Vielmehr handle es sich um einen langfristigen Trend, der sich nicht auf Europa beschränke, sondern weltweit an Aktualität gewinne. Dalli zeigte sich überzeugt, dass Unternehmen von sich aus einen großen Teil zum Tierschutz beitragen könnten, weil die Nachfrage bestehe.
Gleichzeitig sei es auch möglich, Veränderungen zu bewirken, wo der unmittelbare Verbraucherwunsch dem Tierschutz entgegenstehe. Er verwies als Beispiel auf die Anstrengungen zur Abkehr von der Ferkelkastration. Diese Praxis werde angewendet, weil Verbraucher Fleisch ohne Ebergeruch bevorzugten. Im Falle einer solchen „negativen Verbrauchernachfrage“ sei es wichtig, gemeinsam mit den Interessenvertretern einen Weg zu finden, um diese Praxis zu beenden. Die Rolle der Behörden sieht Dalli darin, die Umsetzung bestehender Vorschriften voranzutreiben. Gleichzeitig müsse man die Wirtschaft ermutigen, jene Tierschutzstandards bereitzustellen, die von den Verbrauchern gewünscht würden. (AgE)
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