Expertenworkshop zur Ferkelkastration in Berlin

[11.10.2010]

Kastration

Fragen zum Verzicht auf die Ferkelkastration, zu deren Alternativen und zum Stand der Forschungsprojekte sind Gegenstand eines Expertenworkshops, den das Bundeslandwirtschaftsministerium und die Qualität und Sicherheit GmbH (QS) am 11. November 2010 in Berlin veranstalten. Neben Vorträgen führender Wissenschaftler steht nach Angaben von AgE der fachliche Austausch auf dem Programm der Tagung, die unter dem Thema "Verzicht auf Ferkelkastration - Stand und Perspektiven" stattfindet. Der Workshop richtet sich an Experten aus Wissenschaft, Politik, Tierschutz sowie Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel, Verbraucherschutz und Tierärzteschaft.

Die Jungebermast wird ein Schwerpunktthema sein. Sie bietet nach Einschätzung der Experten die größte Chance, als Alternative zur Ferkelkastration auf breite Akzeptanz zu stoßen - aber auch weitere Alternativverfahren werden diskutiert. Ferner sollen verschiedene Themenblöcke ein umfassendes Bild des derzeitigen Forschungsstandes geben. So werden die Sensorik und die Detektion von Gerüchen sowie das Verbraucherverhalten beleuchtet. Außerdem bilden Haltung, Management, Fütterung und Züchtung speziell bei der Jungebermast einen weiteren Themenschwerpunkt. Ergebnisse aus Schlachtung und Verarbeitung sollen ebenso vertieft werden wie die Immunokastration und die Betäubung von Ferkeln.

Die bisherigen Ergebnisse der unterschiedlichen Forschungsprojekte seien sehr viel versprechend, so QS. Mit den zum guten Teil auch von der Wirtschaft angestoßenen unterschiedlichen Forschungsvorhaben seien innerhalb kurzer Zeit schon deutliche Fortschritte erzielt worden. Deshalb solle der eingeschlagene Weg, möglichst ganz auf die Ferkelkastration zu verzichten, konsequent weitergegangen werden.

Leserkommentare

1 Kommentar(e)
  • Eberkastartion, die 10te...

    [13.10.2010]

    Die Möglichkeiten zur Ferkelkastration wurden in X-Veranstaltungen und Foren schon zu Tode diskutiert. Die Ebermast wäre für viele Ferkelzüchter der Todesstoß. Außerdem wie lange dauert es eine vom Verbraucher akzeptierte Vermarktungsschiene aufzubauen :? Da sollten sich doch die EU-Gremien und Tierschutzorganisationen über eine pratikable, tierschutzgerechte, kostengünstige Vollnarkose ersthafte Gedanken machen, und die gesetzlichen Grundlagen schaffen und zwar schnell. Die Varianten von CO2, Inhalationsnarkose, Entzündungshemmern etc. sind alle entweder unpraktikabel bzw. ineffektiv.

    von hallamay

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