[20.05.2010]
Hortmann-Scholten
Die deutschen und europäischen Fleischvermarkter müssen langfristig ihre Exportmärkte sichern. Das wurde auf der Meat Vision Conference deutlich, die kürzlich anlässlich der Leitmesse der Fleischwirtschaft Iffa in Frankffurt stattfand. Denn seit dem Jahr 2000 habe sich der Selbstversorgungsgrad beim Schweinefleisch von 87 auf 110 % erhöht. Gleichzeitig sei der Inlands-Schweinefleischverzehr aber kaum zu steigern, prognostizierte der Marktexperte der Landwirtschaftskammer Niedersachen, Dr. Albert Hortmann-Scholten.
Ein wichtiger Absatzmarkt sei nach wie vor Russland. Denn mit zunehmender Kaufkraft steige dort auch die Nachfrage nach Fleisch. Die russische Regierung strebe zwar bis zum Jahr 2020 einen Selbstversorgungsgrad von 85 % an. Der Aufbau der Viehbestände komme jedoch nur langsam voran.
Exportwachstum versprechen sich die deutschen Vermarkter darüber hinaus auch in Asien. "China und Korea gelten als interessante Märkte für Schweinefleisch", stellte Dr. Hermann Josef Schlöder vom Bundeslandwirtschaftsministerium klar. Die Branche müsse sich allerdings davon verabschieden, in Asien die hierzulande kaum vermarktbaren Produkte wie Ohren und Pfoten verkaufen zu können. Denn mit zunehmender Kaufkraft steigen dort auch die Ansprüche.
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