[19.06.2012]
Schlachthof
Der Einbruch der deutschen Schlachtschweinenotierung am vergangenen Freitag um 9 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht (SG) ist wegen seiner Heftigkeit europaweit auf Unverständnis gestoßen. Die Senkung hat in mehreren Nachbarstaaten die Schweinepreise ebenfalls unter Druck gesetzt.
Kritik an der deutschen Preisfindung kam insbesondere vom Verband der landwirtschaftlichen Veredlungsproduzenten (VLV) in Österreich. Der Geschäftsführer der in Österreich für die Schweinenotierung verantwortlichen Schweinebörse, Dr. Johann Schlederer, bemängelte die zuletzt heftigen Preissprünge in Deutschland, die für massive Irritationen in der EU gesorgt hätten. „Es ist schlimm, dass der einflussreichste Schweinemarkt der EU es nicht schafft, ein marktkonformes Preismodell zu betreiben”, so Schlederer.
Obwohl der Schweinemarkt in Österreich bis auf wenige Partien geräumt war, musste die dortige Notierung nach Angabe des VLV um 6 Cent/kg auf 1,58 Euro/kg SG gesenkt werden, da sonst der Markt „mit deutscher Billigware” überschwemmt worden wäre.
Auch das belgische Unternehmen van Danis, einer der größten Schweineanbieter des Landes, musste trotz eines normal großen Inlandsangebots bei zufriedenstellender Nachfrage die Verkaufspreise für Schlachtschweine senken. Der Abschlag betrug dort allerdings „nur” 4 Cent/kg Lebendgewicht (LG). An der niederländischen Varkensbeurs wurde die Notierung nach dem Bekanntwerden des deutschen Preiseinbruchs um 6 Cent/kg auf 1,60 Euro/kg SG nach unten gesetzt. (AgE)
Clemens Tönnies forderte vergangene Woche bundesweit den Einbau von Luftwäschern, um die Akzeptanz von Ställen in der Bevölkerung wieder zu erhöhen. Ist das sinnvoll?
Das nächste Tagebuch ist gestartet. Power-Praktikantin Hanna Kettnacker berichtet vom Zuchtbetrieb Lorist in den Niederlanden. Tagebuch lesen...
Leserkommentare
Schenkelklopfer
[21.06.2012]
Ich bleib dabei. Die Schlachter klopfen sich auf die Schenkel und feiern bei Schampus wie sie den Preis nach unten gekriegt haben und belobigen sich gegenseitig. Nach dem Motto: Da hamm wer mal einen rausgehauen und gezeigt wer der stärkere ist. Wenn die Menge wie bisher beliebig geliefert wird ohne nachzudenken, hat man keine Chance. Hier muss seitens der Landwirtschaft eine klare Gegenstrategie formuliert werden. ISN wo seid ihr? Bis das Kartellamt etwas festgestellt hat, ist die Landwirtschaft längst unwiderbringlich am Gängelband der Schlachtindustrie.
von heipo
Hauspreise
[21.06.2012]
Wo bleiben die Kartellamt Idioten..................
von greinacher56
Das Problem ist das übliche:
[20.06.2012]
Die, die nicht mitmachen verdienen sich ein ganz kleines goldenes Näschen auf Kosten der anderen, daher macht erst gar keiner mit.
von user10
Manipulation
[20.06.2012]
Die Mäster müssen doch nur mal eine Woche kein Schwein liefern. Wo ist das Problem. Dann wird eine Woche nur so gefüttert, dass die Schweine ihr Gewicht halten und nicht zunehmen.
von heipo
schweinepreise
[19.06.2012]
legt tönnies mit seiner dumpingpreispolitik endlich das handwerk
von cassandracomple
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