Litauen: Schweinepest bedroht Existenzen

[05.08.2011]

Schweinepest
Durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Litauen befindet sich fast die Hälfte der dortigen Schweinehalter am Rande des Ruins. Als Ursache hierfür gelten der deutliche Rückgang des Schweinefleischkonsums und die niedrigen Preise, meldet PigProgress. Außerdem haben die EU und Russland die Einfuhr von litauischem Schweinefleisch vorerst gestoppt. Industrievertretern zufolge könnten die ausbleibenden Exporte im kommenden Vierteljahr bei den Erzeugern zu einem Verlust von rund 1 Mio. € pro Monat führen. Der litauische Verband der Schweinefleisch-Produzenten sieht in einer staatlichen Intervention den letzten Ausweg, ansonsten müssten 45 % der betroffenen Landwirte innerhalb der nächsten beiden Monate aufgeben.

Unterdessen sind alle nach dem Ausbruch durchgeführten Schweinepest-Untersuchungen in Litauen negativ ausgefallen. Einem Bericht der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) zufolge wurden circa 3.800 Proben innerhalb und 5.140 Proben außerhalb der Sperrzonen analysiert.

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