Niederlande: Produktionsquote gefordert
[16.05.2011]
Wyno Zwanenburg
Die niederländische Interessengemeinschaft der Schweinehalter (
NVV) will auf europäischer Ebene für eine Produktionsquote eintreten, um die
Schweinefleischerzeugung zu regulieren.
Nur auf diese Weise sei ein besserer Erzeugerp
reis möglich, so der NVV-Vorsitzende W
yno Zwanenburg.
Konkret äußerte die NVV den Wunsch, regelmäßig eine europaweite Preisabsprache zwischen Erzeugern und Abnehmern unter der Leitung und Aufsicht eines Markt-Managers
durchzuführen. Die Interessensvertretung
fordert auch das Kartellrecht so anzupassen, dass
es für die Erzeuger möglich wird,
Preisabsprachen im Rahmen von Partnerschaftenzu treffen.
Voraussetzung dafür ist dann auch, dass die EU-Grenzen für billiges Fleisch beispielsweise
aus den Mercosur-Ländern (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay)
geschlossen werden.
Laut NVV-
Präsident Wyno Zwanenburgist der Wunsch nach einer Produktionsregulierung und –beschränkung zum ersten Mal auch in Deutschland und Dänemark spürbar. „In unseren jüngsten Beratungen mit anderen Organisationen wurde diese Möglichkeit erstmals ernsthaft diskutiert“, so Zwanenburg. Seiner Meinung nach ist die Produktionsquote eine Voraussetzung, um zu einer besseren Position in Preisverhandlungen zu kommen.
Die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. schließt sich der Forderung der NVV nach Produktionsquoten nicht an.
„Grundsätzlich müssen und dürfen Alternativen diskutiert werden, jedoch sobald es dabei um politische Eingriffe in die Schweineproduktion geht, bekommen wir als Interessenvertretung der marktorientierten Schweinehalter Bauchschmerzen.“ macht ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack deutlich. Die ISN stehe weiterhin für den freien Markt ohne Quoten. (rk)
Leserkommentare
Sind Schweinebauern schlauer?
[16.05.2011]
Wie kann es sein, dass von einer Produktionssparte, die immer als der "klassische freier Markt" bezeichnet wurde jetzt so eine Forderung kommt? Verkehrte Welt: Die Schweinebauern wollen auch das haben was die Milchbauern jetzt schon lange fordern, aber die Milchbauern sollen dahin wo die Schweinebauern schon lange sind.
von helmut_ehrlicher
So funktioniert Marktwirtschaft !!!
[16.05.2011]
Wer am Markt vorbei produziert, wird immer nur "abliefern "können! Dies kann nicht der Wunsch von freien Unternehmern sein. Wer macht denn dies noch, auser uns Landwirten? Abliefern und warten was HAndel und Industrie übriglassen, weil ja die Grundsicherung durch Subventionen gesichert ist. Nein dies ist eine perverse Form von Planwirtschaft, der man sich schnellstens entledigen sollte! Bauern wacht auf und helft mit!
von gerdarras
Quoten??
[16.05.2011]
Wer Quoten braucht lehnt das freie Unternehmertum ab und kalmmert sich immer mehr und fester an politische Willkür und Subventionen. Wenn das der Wille der Agrarunternehmer ist ...? Ich kann es mir nicht vorstellen. Besser wären endlich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, die frei von Ideologie und "Tierverhätschelung" ist. Soll sich die Politik lieber dazu bewegen.
von LehrAgro
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