Niedersachsen: 1,8 % weniger Schweine

[05.07.2010]

Niedersachsen

In Niedersachsen ist der Schweinebestand im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das hat nach Angaben des Landvolks Niedersachsen die Viehzählung des Landesbetriebes für Statistik ergeben, die Anfang Mai durchgeführt wurde. Demnach ist der Schweinebestand um 1,6 % auf 8,03 Millionen Tiere gesunken.

Gleichzeitig hielt der starke Strukturwandel weiter an. Laut Angaben des Landesbauernverbandes verminderte sich die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung innerhalb nur eines Jahres sogar um mehr als ein Viertel, nämlich von 12.092 auf 8.808. Schuld daran dürfte die lang anhaltende Preismisere sowohl in der Ferkelerzeugung als auch in der Mast sein, die viele Betriebe zum Aufgeben veranlasst hat. Mit dem Strukturwandel verschiebt sich die niedersächsische Schweinehaltung offenbar weiter in das Weser-Ems-Gebiet. Dort gab es im Mai mit einer Gesamtzahl von 5,23 Millionen fast doppelt so viele Schweine wie im früheren Kammergebiet Hannover, wo insgesamt 2,8 Millionen Tiere gezählt wurden. Allerdings stand einer Abnahme des Schweinebestandes in Weser-Ems von 3,8 % eine Zunahme der Tierzahl in Hannover um 2,6 % gegenüber. Im Weser-Ems-Gebiet haben jedoch nicht so viele Halter ihre Schweine abgegeben wie in Hannover. Während sich im Bereich Weser-Ems die Zahl der schweinehaltenden Betriebe um rund 1.300 oder 19,6 % auf 5.384 verringerte, gaben im Gebiet Hannover 1.938 Betriebe auf; das war ein Minus von 36,5 % auf nunmehr 3.424 Schweinehalter.

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