[27.07.2010]
Der niedersächsische Sauenbestand hat sich in den vergangenen sechs Monaten um mehr als 19.000 Sauen auf 575.480 Tiere erhöht. Das verdeutlicht das jetzt veröffentlichte Ergebnis der Viehbestandszählung im Mai dieses Jahres. Der positive Trend zeigt sich sowohl im ehemaligen Kammerbezirk Hannover (+ 6.652) als auch in Weser-Ems (+ 12.909). Gleichzeitig scheint sich hier der Strukturwandel zu verlangsamen. Denn die Zahl der Betriebsleiter reduzierte sich im gleichen Zeitraum nur um 678 auf insgesamt 3596 Sauenhalter.
In NRW verminderte sich der Sauenbestand im Vergleich zum Vorjahr um 33.000 Tiere auf nunmehr 466.000 Stück. Auch hier stiegen im gleichen Zeitraum 650 Betriebe aus der Ferkelproduktion aus. Ein positiver Trend zeigte sich hingegen bei der durchschnittliche Bestandsgröße. In NRW wurde im Mai im Schnitt 133 Sauen pro Betrieb gehalten, 13 mehr als im Jahr zuvor. Und in Niedersachsen wurden sogar 160 Sauen pro Betrieb gezählt, 30 Tiere mehr als im November 2009.
Die Ergebnisse der Mai-Viehzählung sind allerdings nicht ganz mit denen der Vorjahre vergleichbar. Denn in diesem Jahr galt zum ersten Mal eine neue Erfassungsschwelle. Während Schweine bislang ab einem Bestand von 8 Tieren erfasst wurden, werden jetzt nur noch Bestände von mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen berücksichtigt. Dadurch fällt eine Vielzahl von Kleinbeständen aus der Statistik heraus, und das führt zu einem erheblichen Bruch in der statistischen Reihe.
Leserkommentare
Keine Kommentare vorhanden
Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!