Russland: Importsperre für brasilianische Fleischlieferanten
[15.06.2011]
Moskau verhängte eine Importsperre für 89 brasilianische Fleischlieferanten.
Russland hat den Import von Fleisch und Fleischerzeugnissen aus den brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso, Paraná und Rio Grande do Sul vorübergehend verboten. Die Entscheidung für den Einfuhrstopp fiel nach einer Inspektion von brasilianischen Betrieben, die am Handel mit Russland interessiert sind. Bereits kurz nach dem Start der Inspektionen im April hatte die russische Kontrollbehörde acht dortige Fleischverarbeiter für weitere Lieferungen gesperrt und vier weitere Gesellschaften komplett aus dem Verzeichnis der zugelassenen Unternehmen gestrichen. Es war bemängelt worden, dass die Qualität der Kontrollen des brasilianischen Veterinärdienstes nicht den geltenden Standards entspreche, die von Russland und seinen Zollunionspartnern Weißrussland und Kasachstan gestellt würden.
Vom jetzigen Verbot sind insgesamt 89 brasilianische Betriebe betroffen. Damit reduziert sich die Anzahl noch für Fleischexporte nach Russland zugelassene brasilianische Betriebe auf 147. In den kontrollierten Betrieben sei das Fleisch seit drei Jahren nicht mehr auf Rückstände an Quecksilber sowie Dioxin, Radionukliden und Pflanzenschutzmitteln untersucht worden. Zudem hätten Überprüfungen in Russland ergeben, dass in mehr als 260 Lieferungen von Fleischerzeugnissen unter anderem Salmonellen, EHEC-Bakterien und Rückstände von Tetracyclinen enthalten waren.
Brasilien ist für Russland ein sehr bedeutender Fleischlieferant. 45 % der importierten Rindfleisch- und 35 % der importierten Schweinefleisch-Menge kommen von dort. Den Ausfall will man nun mit Einfuhren aus Argentinien sowie Paraguay und Uruguay, aber auch aus Australien und Kanada ausgleichen. (AgE)
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