Schlachtsauennotierung: Endlich Licht ins Dunkel?

[18.08.2010]

Sau

Mitte des Vergangenen Jahres hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch die Notierung von Schlachtsauen geändert. In der Hoffnung auf eine höhere Transparenz wurde seitdem nicht mehr "frei Eingang Schlachtstätte", sondern "ab Hof" notiert. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat die Vereinigung sich darauf geeinigt, diese Regelung ab September 2010 wieder rückgängig zu machen und Schlachtsauen wieder "frei Eingang Schlachtstätte" zu notieren. Neu ist eine Preis- und Mengenangabe mit einer Vorkostenstaffel. Der bislang geringe Basispreis in Kombination mit schlachtstättenspezifischen Zuschlägen zum Beispiel je nach gelieferter Stückzahl wird so durch einen höheren Basispreis ersetzt, den die Schlachtunternehmen durch verschiedene Vorkosten ergänzen können. Die Vereinigung erhofft sich dadurch endlich mehr Transparenz für die Sauenhalter.

Neu ist auch, dass die VEZG die Schlachtschweinepreisfindung von der Schlachtsauennotierung zeitlich entkoppelt. Bereits am Donnerstagnachmittag erhalten die Sauenvermarkter Hinweise über die Marktlage und den Sauenpreis der Folgewoche. Die jeweils am Donnerstag herausgegebene Sauennotierung gilt wie bei den Schlachtschweinen für die Schlachtwoche von Freitag bis Donnerstag. Freitags wird wie bisher auch, der VEZG Schweinepreis ermittelt und unter der Hotline 09 00/1 19 02 44 veröffentlicht.

Karsten Hoeck, Marktexperte der LWK Schleswig-Holstein, empfiehlt den Landwirten, die verschiedenen Vermarktungsmöglichkeiten für Sauen genau unter die Lupe zu nehmen. Teilweise ließen sich Mehrerlöse erzielen, die dem Wert eines Ferkels entsprechen.

Quelle: Bauernblatt Schleswig-Holstein, LWK Niedersachsen

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