[08.08.2012]
Schweine
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist von Russland in die Ukraine gelangt. Russland-Urlauber haben das Virus vermutlich durch Reiseproviant in einen ukrainischen Schweinebestand eingetragen. Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus sieht das Vordringen der Seuche nach Westen mit großer Sorge. „Anders als gegen die Klassische Schweinepest, die in den 90er Jahren unser Land heimgesucht hat, steht zur Bekämpfung dieser Pest kein Impfstoff zur Verfügung", betont er. Die Afrikanische Schweinepest hätte deshalb katastrophale Folgen für die Schweineproduktion im Land.
Der Minister fordert eindringlich, keine Erzeugnisse mit Schweinefleisch aus Russland oder der Ukraine mitzubringen. "Nur so können wir unseren Schweinebestand vor der verheerenden Tierseuche und den sich zwangsläufig ergebenden Beeinträchtigungen des Handels mit Schweinen und Schweinefleisch schützen", so Backhaus. Das hochansteckende ASP-Virus befällt Hausschweine beziehungsweise Schwarzwild. Für den Menschen ist es ungefährlich.
In der ukrainischen Ortschaft Komyshuvatka, die etwa 170 km von der russischen Grenze entfernt liegt, wurde das Virus in einem Hausschweine-Kleinstbestand nachgewiesen. Die Ukraine war in der Vergangenheit stets frei von dieser Tierseuche. ASP wurde 2007 von Afrika nach Armenien, Georgien und Russland verschleppt. Hier wurden Schiffsproviant-Abfälle, die in Hafennähe lagerten, als Ursache ermittelt. Seither verbreitet sich die ASP unkontrolliert innerhalb Russlands und von dort nach Westen. Italien bemüht sich seit 30 Jahren vergeblich, die ASP auf Sardinien zu tilgen. Die gesamte Insel wurde kürzlich vom Handel mit Schweinen und Schweinefleisch ausgeschlossen.
Das ASP-Virus kann nur durch Tötung und unschädliche Beseitigung der Schweine bekämpft werden. (ad)
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